In der malerischen Kulisse von Bardowick, unweit von Lüneburg, steht die historische Mühle von Eckhard Meyer. Hier wird nicht nur Mehl gemahlen, sondern es wird auch ein Stück Geschichte lebendig gehalten. Die Nachfrage nach regionalen Produkten, insbesondere nach traditionell gemahlenem Mehl, wächst stetig. Es scheint, als würden immer mehr Menschen die Vorzüge von handwerklich hergestellten Lebensmitteln schätzen, während viele kleine Bäckereien schließen müssen. Ein Trend, der das Herz eines jeden Bäckers höher schlagen lässt!

Die Mühle, ein beeindruckender Galerieholländer, verarbeitet täglich zwei bis drei Tonnen Getreide. Dabei kommen nicht nur moderne elektrische Antriebe zum Einsatz, sondern auch die Kraft des Windes – so wie es seit Jahrhunderten Tradition ist. Die verwendeten Getreidesorten, darunter Weizen, Dinkel und sogar Waldstaudenroggen, stammen von Landwirten aus der Umgebung. Es ist einfach wunderbar, wie hier alte Handwerkskunst mit frischen, regionalen Zutaten kombiniert wird.

Ein Blick in die Zukunft der Mühlen

Vor über 200 Jahren, im Jahr 1813, wurde diese Mühle erbaut. Und jetzt, in der siebten Generation, plant Juro, der Sohn von Eckhard Meyer, die Tradition fortzusetzen – die Meisterprüfung hat er bereits bestanden. Die Familie diskutiert sogar über den Aufbau einer zweiten historischen Mühle zur Zukunftssicherung. Die Finanzierung steht, und die Mühle, die aus Wiesmoor in Ostfriesland stammt, hat eine spannende Geschichte: Sie war einst im Deutschen Museum in München ausgestellt! In Deutschland gibt es nur noch fünf gewerblich betriebene Windmühlen. Das macht die Mühle in Bardowick umso wertvoller.

Ein weiteres Highlight ist das alljährliche Mühlenfest, das in diesem Jahr am Pfingstmontag stattfindet. Letztes Jahr waren etwa 5.000 Besucher vor Ort – das spricht Bände! Die Attraktionen sind vielfältig: vom Pferdeplügen über die Möglichkeit für Kinder, selbst Getreide zu mahlen und zu backen. Ein Erlebnis für die ganze Familie! Und für die, die noch mehr über die faszinierende Welt der Mühlen erfahren möchten, gibt es das Internationale Mühlenmuseum in Gifhorn, das besondere Aktionen zum Mühlentag anbietet und ein Teil der Niedersächsischen Mühlenstraße ist.

Die Mühlenkarte entdecken

Zur Feier des Mühlentags macht der Verband Deutscher Mühlen auf die neue Mühlenkarte aufmerksam, die unter www.mein-mehl.de zu finden ist. Diese interaktive Karte ermöglicht es, regionale Mühlenläden in ganz Deutschland zu entdecken. Wer hätte gedacht, dass es etwa 500 Mühlen gibt, die Mehl, Grieß, Dunst, Schrot oder Flocken herstellen? Viele davon bieten ihre Produkte auch in Mühlenläden an, wo man direkt mit den Müllerinnen und Müllern ins Gespräch kommen kann. Das ist doch eine ganz besondere Möglichkeit, die Menschen hinter den Produkten kennenzulernen!

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Falls kein Mühlenladen in der Nähe ist, keine Sorge! Es gibt eine praktische Onlineshop-Funktion, über die man Mahlerzeugnisse bequem bestellen kann. Am Pfingstmontag öffnen zahlreiche produzierende Mühlen ihre Tore, und Informationen über die geöffneten Mühlen sind auf den Webseiten der jeweiligen Mühlenverbände verfügbar. Es ist wirklich eine tolle Gelegenheit, die Vielfalt und die Tradition der Mühlen in Deutschland zu erleben.

Ein Blick auf die Mühlendatenbank

Ab April 2026 wird die Mühlendatenbank Milldatabase Informationen zu teilnehmenden Mühlen und ihren Programmen für den Mühlentag bereitstellen. Nutzer können Dossiers und Listen nach Bundesländern und Städten generieren, um gezielt die Mühlen in ihrer Umgebung zu finden. Und auch eine Google-Übersichtskarte wird es geben – damit man immer weiß, wo die nächste Mühle zu finden ist.

Die Mühlen sind nicht nur Orte der Produktion, sondern auch Zeugen einer faszinierenden Geschichte. Die Leidenschaft für das Handwerk und die Verbundenheit zur Region spürt man in jedem Korn, das gemahlen wird. Es bleibt spannend, wie sich dieser Trend des Selbstbackens und der Wertschätzung für regionale Produkte weiterentwickeln wird. Wer weiß, vielleicht wird unsere Mühle in Bardowick bald noch mehr Generationen überstehen und ein weiterer Ort der Gemeinschaft und des Genusses sein.