Am 23. April 2026 war die gesamte Stadt Lüneburg auf den Beinen, als die SVG Lüneburg im CEV Cup Final-Rückspiel gegen die italienische Mannschaft Gas Sales Bluenergy Piacenza antreten musste. Die Spannung in der Luft war greifbar, denn die Lüneburger Volleyballer hatten sich nach einer herausragenden Saison bis ins Finale gekämpft und waren fest entschlossen, sich den Titel zu sichern. Doch leider endete das Spiel mit einem klaren 0:3, was für die SVG Lüneburg die Silbermedaille bedeutete.
Mit 3.450 Zuschauern in der Halle, darunter etwa 50 treue Fans aus Lüneburg, erlebte man ein Volleyballspiel der besonderen Art. Piacenza, in Bestbesetzung und hochkonzentriert, stellte von Beginn an klar, dass sie den Titel nach Hause bringen wollten. Im ersten Satz führten sie schnell mit 7:3 und bauten den Vorsprung bis auf 12:7 aus. Trotz einer Angriffsquote von 64% und nur drei Eigenfehlern musste sich Lüneburg geschlagen geben, denn Piacenza erzielte im ersten Satz drei Asse und setzte sich schließlich mit 25:20 durch.
Ein spannendes Finale mit klaren Verhältnissen
Der zweite Satz begann ähnlich dominant für Piacenza, die schnell mit 6:2 in Führung gingen. Ein Ass von Alessandro Bovolenta zum 10:4 unterstrich die Überlegenheit der Italiener. Obwohl die SVG Lüneburg zwischenzeitlich auf 15:13 herankam, endete auch dieser Satz mit 25:17 für die Gäste. Im dritten Satz, der schließlich als Schaulaufen beschrieben wurde, zeigte Piacenza keine Schwächen mehr und sicherte sich mit 25:21 den Titel. Der Matchball wurde von José Miguel Gutiérrez nach 73 Minuten Spielzeit verwandelt.
Besonders herausragend war Robertlandy Simon von Piacenza, der mit 11 Punkten und einer Angriffsquote von 82% als MVP des Spiels ausgezeichnet wurde. Auf Seiten von SVG Lüneburg war Axel Enlund mit 10 Punkten der beste Scorer, der in zwei Sätzen überzeugte.
Der Weg zum Titel für Piacenza
Der Weg von Piacenza zum CEV Cup war alles andere als einfach. Nach einer Niederlage in der Runde der letzten 16 gegen Jihostroj Ceske Budejovice, die sie im Golden Set mit 19:17 drehen konnten, folgten zwei souveräne Siege im Achtelfinale gegen Rio Duero Soria. In den Playoffs setzten sie sich ebenfalls durch und besiegten unter anderem die Berlin Recycling Volleys im Viertelfinale klar mit 3:0. Schließlich gewannen sie auch im Halbfinale gegen ACH Volley Ljubljana und sicherten sich so den Platz im Finale.
Silber hat auch besonderen Glanz
Trotz der Niederlage dürfen die Spieler der SVG Lüneburg stolz auf ihre Leistung im gesamten Wettbewerb sein. Silber steht für eine beeindruckende Saison und den unermüdlichen Kampfgeist der Mannschaft. Der CEV Cup hat eine lange Tradition, die bis in die 1970er Jahre zurückreicht, als die Sowjetunion unter den ersten Siegern war. In den letzten Jahrzehnten haben zahlreiche italienische Teams dominiert, und nun hat auch Piacenza seinen Namen in diese Liste eingetragen, mit ihrem ersten europäischen Titel.
Die Zuschauer in Lüneburg werden sich sicher noch lange an dieses denkwürdige Finale erinnern, und die SVG Lüneburg hat definitiv gezeigt, dass sie im europäischen Volleyball eine ernstzunehmende Kraft ist. Ein kleiner Trost für die Lüneburger Fans: Silber ist nicht nur eine Farbe, sondern auch ein Zeichen für herausragende Leistung und Teamgeist.