Heute ist der 7. Juni 2026 und in Lüneburg bereiten sich die Menschen auf eine wichtige Aktionswoche vor. Vom 15. bis 19. Juni wird hier alles im Zeichen der Schuldnerberatung stehen, und das Motto könnte nicht passender sein: „Wie komme ich an mein Geld?“. In Deutschland sind monatlich etwa 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen zu verzeichnen, und das ist eine Zahl, die niemanden kalt lassen sollte.
Gerade für Betroffene kann es oft eine Herausforderung sein, trotz eines Pfändungsschutzkontos (P-Konto) wirklich auf ihr Geld zuzugreifen. Das P-Konto schützt einen Grundbetrag von 1.560 Euro vor Pfändungen und soll verhindern, dass Menschen in existenzielle Notlagen geraten – etwa, dass sie ihre Miete nicht zahlen oder sich nicht einmal etwas zu essen leisten können. Doch die Realität sieht häufig anders aus. Verzögerte Umstellungen von Konten und unzureichende Informationen über die notwendigen Schritte können dazu führen, dass Betroffene in der Klemme stecken bleiben.
Erweiterte Beratungszeiten für alle!
Die Schuldnerberatung in Lüneburg ist während dieser Aktionswoche besonders aktiv. Die Öffnungszeiten der Beratungsstelle werden erweitert, damit jeder die Möglichkeit hat, sich beraten zu lassen. Am Montag und Dienstag, dem 15. und 16. Juni 2026, stehen die Türen von 9:00 bis 18:30 Uhr offen. Hier dreht sich alles um Themen wie Kontopfändung, den Schutz des Existenzminimums, die Freigabe von Sozialleistungen und die Schuldenregulierung. Es gibt sogar Soforthilfen!
Die erste Beratung ist kostenfrei, und auch die weitere Unterstützung ist in der Regel kostenlos, es sei denn, die Ratsuchenden haben höhere Einnahmen. Der Verein Schuldenhilfe Sofort e.V. bietet darüber hinaus Unterstützung bei der Sortierung von Unterlagen, Verhandlungen mit Gläubigern und Behörden sowie bei Insolvenzverfahren an. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, aber es gibt tatsächlich Menschen, die in diesen schwierigen Zeiten Hilfe brauchen.
Das Pfändungsschutzkonto im Detail
Das Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, ist eine der wichtigsten Erfindungen, wenn es darum geht, Menschen vor den Folgen einer Kontopfändung zu schützen. Es ermöglicht den Zugriff auf unpfändbares Guthaben und sorgt dafür, dass gerade in kritischen Lebenslagen nicht das gesamte Geld weggenommen wird. Der gesetzlich festgelegte Sockelbetrag beträgt derzeit 1.560 Euro, und wer Unterhaltspflichten hat, kann sogar eine Erhöhung des Grundfreibetrags beantragen.
Ein weiterer Vorteil: Alle Kontoinhaber können jederzeit die Umwandlung ihres Kontos in ein P-Konto verlangen, und es dürfen keine zusätzlichen Gebühren dafür erhoben werden. Das ist gut zu wissen, denn viele Menschen wissen gar nicht, dass sie ein P-Konto beantragen können. Außerdem dürfen Geldeingänge bis zur Höhe des pfändungsgeschützten Betrags nicht gepfändet werden – eine Erleichterung für viele. Es gibt sogar spezielle Regelungen für Nachzahlungen von Arbeitseinkommen, die ebenfalls unter den Pfändungsschutz fallen.
Prävention und Aufklärung
Die Aktionswoche bietet nicht nur direkte Hilfe, sondern auch präventive Programme für Schulen, Vereine und Unternehmen. Verschuldung ist ein Thema, das oft zu spät angegangen wird, und frühzeitige Aufklärung kann hier Wunder wirken. Wenn man schon in der Schule lernt, wie man mit Geld umgeht, könnte so manch einer vor den Schwierigkeiten bewahrt werden, die die Erwachsenenwelt mit sich bringt.
Die Schuldnerberatung in Lüneburg zeigt mit dieser Aktionswoche, dass es nie zu spät ist, um Hilfe zu suchen und einen neuen Weg zu beschreiten. Wenn es darum geht, den eigenen finanziellen Alltag zu meistern und aus der Schuldenfalle herauszukommen, sind Informationen und Unterstützung das A und O. Wer weiß, vielleicht ist der nächste Schritt in eine sichere finanzielle Zukunft nur einen Besuch in der Beratungsstelle entfernt.