In der Winsener Bürgerhalle wird derzeit ein ganz besonderes Kunstprojekt gezeigt, das nicht nur kreativ, sondern auch inklusiv ist. Schüler der vierten Klasse der Winsener Schule am Ilmer Barg haben zusammen mit den Bewohnern des Wohnhauses Rabenstein der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg bunte Mosaik-Trittplatten gestaltet. Angeleitet von der Künstlerin Katharina Kühne, entstand ein eindrucksvolles Zusammenspiel von Farben und Mustern, die nun als Bodenplatten für den Schulhof und den Garten des Wohnhauses dienen werden. Laut Kreiszeitung Wochenblatt wird die Ausstellung bis Montag, 8. Dezember, zu den Öffnungszeiten in der Bürgerhalle zu sehen sein.
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen zusammenzubringen und Berührungsängste abzubauen. Die Kinder arbeiteten begeistert mit den Mosaiksteinen und entdeckten durch gemeinsames Gestalten das harmonische Miteinander und den Ideenaustausch. Die Bürgerstiftung der Stadt Winsen hat das Projekt initiiert und unterstützt, was zeigt, dass Kunst nicht nur dekorativ, sondern auch ein kraftvolles Mittel zur Förderung von Gemeinschaft ist.
Kreativität als Bindeglied
Mosaikarbeit gilt als ästhetisches Handwerk, das Menschen zusammenbringt – unabhängig von sprachlichen oder körperlichen Einschränkungen. Projekte wie dieses stärken nicht nur den Selbstwert der Teilnehmer, sie fördern auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. „Gemeinsame Werke sind mehr als nur Kunstwerke; sie tragen symbolisch zu einer wertschätzenden Gesellschaft bei“, erklärt Miriam Bastisch, die langjährige Erfahrung mit partizipativen Kunstprojekten hat und die Werkstätten leitet. So werden bei diesen kreativen Workshops nicht nur eigene Ideen umgesetzt, sondern auch neue Perspektiven eröffnet, die die Teilnehmenden stärkt und empowern, wie Mused Mosaik ausführlich beschreibt.
Besonders wichtig ist die positive Wirkung künstlerischer Betätigung auf das Wohlbefinden und die Integration von Menschen, die sich in Übergangsprozessen befinden. Kunst bietet Halt und kann eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Perspektiven bauen. „Kunst tut gut“, sagt die Initiative Kunst Grenzenlos, die sich bis 2025 weiter ausdehnen will. Die geplanten neuen Begegnungsräume zielen darauf ab, die vorhandenen Beteiligungsformen auszubauen und so das Zusammenleben zu bereichern.
Das Winsener Kunstprojekt ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wie kreative Prozesse zur Inklusion beitragen, das Miteinander fördern und vor allem Freude und Gemeinschaft im Alltag schaffen.