In Hildesheim hat die Polizei kürzlich eine neue Betrugsmasche entdeckt, die für große Verwirrung sorgt. Am Dienstag, den 19. Mai, erhielt eine Frau am Godehardikamp einige Pakete, darunter eines, das an eine unbekannte Person adressiert war und von einem Telekommunikationsunternehmen stammte. Man kann sich vorstellen, wie sie sich fühlte – ein bisschen verwirrt, aber sie hatte ja vor, sich am nächsten Tag darum zu kümmern. Doch das Schicksal wollte es anders: Am selben Abend kam ein Mann in einer auffällig gelben Postjacke vorbei. Er behauptete dreist, das Paket sei falsch abgegeben worden. Naiv, wie sie war, übergab die Frau ihm das Paket, überzeugt davon, dass alles in Ordnung sei. Doch als der Mann das Paket auf sein Fahrrad lud und davonfuhr, wurde sie misstrauisch und informierte sofort die Polizei.

Die Ermittlungen zeigten schnell, dass dieser Kerl kein Postmitarbeiter war. Ein schauriger Gedanke, nicht wahr? Die Beschreibung des Täters: etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, schlank, mit kurzen braunen Haaren und gepflegtem Aussehen. Die Polizei bittet nun um Hinweise aus den Bereichen Eugen-Bolz-Straße, Albrecht-Haushofer-Straße oder Triftstraße unter der Nummer 939-115. Eine klare Warnung: Paketsendungen nur annehmen, wenn sie für einen selbst bestimmt sind! Wenn da ein anderer Name draufsteht, lieber die Annahme verweigern.

Vorsicht vor Nachbarschaftshilfe!

Die Situation in Hildesheim ist nicht einmal ein Einzelfall. Diese Betrugsmasche hat eine neue Dimension angenommen, die weit über die Grenzen unserer Stadt hinausgeht. Kriminelle nutzen Identitätsdiebstahl und fälschliche Paketbestellungen aus. Sie bestellen teure Waren, wie Smartphones, auf falsche Namen oder Adressen. Dabei werden sogar leere Briefkästen überklebt, um Lieferzettel zu entwenden. Und das ist noch nicht alles – Pakete landen oft bei Nachbarn, die sich dann unwissentlich in die Falle tappen und diese Pakete für die Betrüger annehmen. Wer denkt schon daran, dass genau das passieren könnte?

Hier wird es knifflig: Wer ein Paket für eine unbekannte Person annimmt, kann damit zivilrechtliche Probleme bekommen. Ab dem Moment der Annahme ist man nämlich für die korrekte Zustellung verantwortlich! Die Polizei in Berlin warnt, dass der Lieferdienst nach der Übergabe nicht mehr haftet. Das ist doch ein merkwürdiges Dilemma, oder? Die Polizei und Verbraucherzentralen raten daher, bei der Paketannahme nach einem Personalausweis zu fragen. Ein kluger Schachzug, um sich vor solchen Betrügereien zu schützen.

Ein Aufruf zur Wachsamkeit

Diese Betrugsmasche ist nicht neu, das zeigt sich immer wieder. Es ist eine Art von krimineller Kreativität, die sicherlich nicht die letzte ihrer Art sein wird. Daher ist es unerlässlich, wachsam zu bleiben. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ein Phishing-Radar eingerichtet, um aktuelle Betrugsversuche zu dokumentieren. Verdächtige E-Mails können an phishing@verbraucherzentrale.nrw weitergeleitet werden. Damit wird nicht nur der eigenen Sicherheit Genüge getan, sondern auch anderen geholfen, die vielleicht noch unwissend durch die Straßen gehen. Die E-Mails werden anonymisiert und ausgewertet. Auf diese Weise bleibt die Gemeinschaft stark und informiert.

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Es bleibt nur zu hoffen, dass wir alle ein bisschen aufmerksamer werden, wenn es um Pakete geht. Denn wer hätte gedacht, dass ein harmloses Paket so viele Probleme mit sich bringen kann? Schaut also immer genau hin und lasst euch nicht in die Irre führen. Das nächste Mal, wenn der Postbote klingelt, denkt daran – Sicherheit geht vor!