Am Montagabend, dem 27. April 2026, erschütterte eine alarmierende Nachricht das Amandus-Abendroth-Gymnasium (AAG). Eine Rundmail mit einer Gewaltdrohung wurde versendet, die eine Tat mit einer Waffe für den darauffolgenden Dienstag, den 28. April 2026, ankündigte. Die Polizei Cuxhaven bestätigte schnell, dass der Inhaber des Accounts, von dem die Drohung ausging, nicht der tatsächliche Absender der Nachricht ist. Ermittlungen laufen bereits, um den wahren Verfasser zu identifizieren.
Besonders besorgniserregend sind die Inhalte der E-Mail, die Aussagen wie „Morgen werde ich mit einer Waffe kommen“ und „Danach werde ich mich selbst umbringen, ich hasse euch alle“ enthielten. Der Absender, der sich als „White Tiger“ bezeichnete, behauptete, sein Account sei gehackt worden. Der Name „White Tiger“ ist bereits in Verbindung mit schwerwiegenden Vorwürfen bekannt, denn ein 21-jähriger Hamburger wird beschuldigt, Kinder und Jugendliche zu Suizidversuchen und schweren Selbstverletzungen angestiftet zu haben.
Schulleitung und Schüler reagieren besorgt
Die Schulleitung des AAG, vertreten durch Schulleiter Wolfgang Deutschmann, äußerte sich zunächst zuversichtlich, wollte jedoch am Mittwoch keine weiteren Informationen bereitstellen. Unter den Schülern kursierten die Nachrichten, und viele diskutierten die Drohung in ihren Jahrgangsgruppen. Besonders jüngere Schüler spürten eine wachsende Angst, was dazu führte, dass einige am Dienstag aus Sorge zu Hause blieben.
In den letzten Tagen gab es jedoch nicht nur negative Nachrichten aus dem AAG. In der Bibliothek des Gymnasiums gibt es spannende Neuerungen: PC-Arbeitsplätze wurden durch Hocker ergänzt und eine Auswahl neuer Jugend- und Sachbücher steht den Schülern zur Verfügung. Vom 27. bis zum 30. April 2026 findet zudem eine Vorstellung literarischer Werke in der Bibliothek während der ersten großen Pause statt. Außerdem erhalten Oberstufenschüler wertvolle Tipps zur Prüfungsvorbereitung, und Kochinteressierte können sich auf neue Rezepte und Inspirationen freuen.
Gewaltprävention in Schulen
Die aktuellen Ereignisse werfen erneut ein Licht auf die Notwendigkeit von Gewaltpräventionsmaßnahmen an Schulen. Gewaltprävention ist ein zentraler Bestandteil der schulischen Arbeit, um ein respektvolles Schulklima zu fördern. Programme wie die „Grüne Liste Prävention“ bieten einen Überblick über evaluierte Präventionsansätze, die in Schulen, Familien und Nachbarschaften umgesetzt werden können. Diese Programme sind öffentlich zugänglich und helfen dabei, Konzepte für ein besseres Miteinander zu entwickeln.
Ein weiteres Beispiel ist das MindMatters-Programm, das ursprünglich aus Australien stammt und bundesweit in Deutschland umgesetzt wird. Es zielt darauf ab, die psychische Gesundheit von Schülern zu fördern und behandelt Themen wie Mobbing und Umgang mit Stress. Materialien sind für Schulen nach Registrierung kostenlos nutzbar und bieten wertvolle Unterstützung im Schulalltag.
In einer Zeit, in der die Sicherheit an Schulen von größter Bedeutung ist, bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen zur Gewaltdrohung am AAG schnell zu einem Ergebnis führen und die Schulgemeinschaft gestärkt aus dieser schwierigen Situation hervorgeht.