Am 21. Juni 2026 wird es in Münster einen großen Tag geben! Bischof Heiner Wilmer, der neue Bischof der Diözese, wird feierlich in sein Amt eingeführt. Doch bevor es so weit ist, hat er sich viel vorgenommen. In der Woche vor seiner Amtseinführung wird er auf eine Pilgerreise gehen, um die Menschen in seiner neuen Diözese kennenzulernen. Fünf Pilgertage stehen auf dem Programm, die eine ganz besondere Gelegenheit bieten, Glaubenserfahrungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Pilgerreise beginnt am 14. Juni im niedersächsischen Teil des Bistums. Hier wird ein Open-Air-Gottesdienst um 15 Uhr an der St. Marien Basilika in Bethen gefeiert. Und das ist erst der Anfang! Am 15. Juni pilgert Bischof Wilmer mit Schülern der Liebfrauenschule Geldern sowie der Bischöflichen Realschule Geldern. Um 12 Uhr gibt es eine Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Spannend wird es auch am 17. Juni in Nordkirchen, wenn Menschen mit Behinderung gemeinsam mit dem Bischof einen Gottesdienst um 17 Uhr auf dem Gelände der Kinderheilstätte feiern. Es ist beeindruckend, wie sehr Wilmer den Austausch mit verschiedenen Gruppen betont und wie wichtig ihm der Kontakt zu den Menschen ist.
Ein Blick in die Vergangenheit
Bischof Wilmer ist kein Unbekannter. Seit seiner Ernennung zum Bischof von Hildesheim durch Papst Franziskus am 6. April 2018 hat er sich einen Namen gemacht. Seine Weihe fand am 1. September 2018 im Dom Mariä Himmelfahrt statt, und er hat seither intensive Kontakte nach Rom gepflegt. Gespräche mit dem Papst und Kardinälen über die Kirche und den sogenannten Synodalen Weg sind für ihn von großer Bedeutung. Wilmer sieht die Kirche als ein lebendiges Wesen, das keine Angst vor Veränderungen haben sollte, sondern dynamisch und treu zum Evangelium leben muss.
Im Kontext seiner neuen Position wird er auch beim Evangelischen Kirchentag 2025 in Hannover präsent sein. Eine spannende Plattform, um weitere Kontakte zu knüpfen und die Brücke zur evangelischen Kirche zu schlagen. Am 24. Februar 2026 wird er zudem zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt, was seine Rolle in der deutschen Kirche weiter stärken wird.
Wichtige Themen im Fokus
Wilmer legt besonderen Wert auf die sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Er sieht die Kirche in der Verantwortung, für sozial benachteiligte Gruppen und Kinderarmut einzutreten. „Hab Mut, steh auf!“, lautet das Motto des kommenden Katholikentags in Würzburg, und genau das möchte er auch in seiner Arbeit in Münster vermitteln. Die Kirche soll Anwältin der Menschen sein, Brücken bauen und Gemeinschaft fördern. In einer Zeit, in der Spaltungen in Europa und Deutschland zunehmen, ist dieser Ansatz umso wichtiger.
Die Pilgertage sind für Bischof Heiner Wilmer also nicht nur eine Möglichkeit, vor seiner offiziellen Amtseinführung anzukommen, sondern auch eine Gelegenheit, die Menschen in ihrer Vielfalt zu erleben. Die Vorfreude auf die Begegnungen ist spürbar, und es bleibt spannend zu sehen, wie er seine Visionen und Anliegen in seiner neuen Rolle umsetzen wird. Die kommenden Wochen versprechen viel Bewegung und Austausch – sowohl für ihn als auch für die Gläubigen im Bistum Münster.