Ein wahrhaft mitreißendes Handballspiel erlebten die Fans in der Ostholsteinhalle in Grömitz, als die HSG Ostsee N/G auf den HC Eintracht Hildesheim traf. Mit einem klaren 39:26-Sieg ging die Eintracht als strahlender Sieger vom Platz. Die erste Halbzeit war dabei ein wahres Schaulaufen für die Hildesheimer, die mit einem komfortablen 20:11 in die Pause gingen.
Die Zuschauerzahl von 295, darunter etwa 50 treue Anhänger der Eintracht, sorgte für eine lebendige Atmosphäre. Von Beginn an spielte Hildesheim stark auf. Jan Wesemann, der Rückhalt im Tor, zeigte gleich, was in ihm steckt, indem er den ersten Siebenmeter von Lucas Harms parierte und auch zwei weitere Angriffe abwehrte. Bereits nach sieben Minuten stand es 4:1 für die Eintracht. Die offensiv agierende Deckung unter der Leitung von Petar Juric stellte die Grömitzer vor große Herausforderungen.
Eintracht dominiert das Spiel
Die HSG Ostsee fand einfach keine Lösungen gegen die kompakte Abwehr der Eintracht. Das Team von Daniel Deutsch musste beim Stand von 6:11 eine Auszeit nehmen, doch diese brachte keine Wende. Hildesheim zeigte sich unbeeindruckt und baute die Führung bis zur 43. Minute auf zehn Tore aus (27:17). In der zweiten Hälfte waren beide Teams durch Zeitstrafen etwas aus dem Rhythmus, was das Spielgeschehen zusätzlich spannend machte. Ein Highlight war sicherlich die rote Karte für Friedrich Paul Kilias von der HSG in der 56. Minute, die die aufkommenden Hoffnungen auf eine Wende endgültig erstickte.
Jakub Tonar war mit seinen 8 Toren der erfolgreichste Werfer der Eintracht, dicht gefolgt von Lukas Quedenbaum, der 7 Tore (5 Siebenmeter) beisteuerte. Auch Florian Billepp konnte mit 5 Treffern auf sich aufmerksam machen. Wesemann und Juric überzeugten zudem in der Defensive, was die HSG Ostsee zur Verzweiflung brachte. Die Grömitzer konnten lediglich 26 Tore erzielen, während sie insgesamt 7 Siebenmeter verwandelten, von 4 möglichen. Das sagt einiges über die Dominanz der Eintracht aus.
Ein Blick auf die Liga
Dieser Sieg ist nicht nur für die Eintracht von Bedeutung, sondern hat auch Auswirkungen auf die gesamte Liga. In der 3. Liga Handball spielen die Teams in Hin- und Rückrunde, wobei die ersten beiden Plätze für die Aufstiegsrunde qualifizieren. Hier winkt die Chance, in die nächsthöhere Liga aufzusteigen. Aber auch die HSG Ostsee steht unter Druck, denn die drei Letztplatzierten steigen ab. Die kommenden Spiele werden für beide Mannschaften entscheidend sein.
Am Ende des Tages war es ein Spiel, das Hildesheim in die Karten spielte und die Fans in Grömitz mit gemischten Gefühlen zurückließ. Die HSG Ostsee wird sich jetzt neu formieren müssen, während die Eintracht mit frischem Selbstvertrauen in die nächsten Partien geht.