Am 19. und 20. Mai 2026 öffnet das LIAG in Hannover seine Türen für eine spannende Strategietagung des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Earth & Societies“. In einer Zeit, in der die globale sozioökologische Krise des Anthropozäns uns alle betrifft, ist es wichtiger denn je, unser Wissen über die komplexen Beziehungen zwischen Gesellschaften und dem Erdsystem zu erweitern. Hier werden Forscher und gesellschaftliche Akteure zusammenkommen, um in neun thematischen Arbeitsgruppen über Lösungen zu diskutieren.

Die Veranstaltung ist kostenlos, aber eine Anmeldung ist erforderlich, insbesondere für Journalisten, die die Möglichkeit haben, Interviews auf Anfrage zu führen. Wer sich für die zentralen Fragen unserer Zeit interessiert – wie etwa die Stabilisierung des Erdsystems für Wohlbefinden, Prosperität, Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit – sollte diese Gelegenheit nicht verpassen. Alle Details zur Anmeldung finden sich auf der Webseite der Veranstaltung: idw-online.de.

Ein Blick auf die Herausforderungen

Der menschliche Einfluss auf das Erdsystem wird immer sichtbarer. Klimaerwärmung, Ozeanverschmutzung und der Rückgang der Biodiversität sind nur einige der alarmierenden Zeichen, die uns vor Augen führen, wie dringend wir handeln müssen. Die zentrale Frage, die auf dieser Tagung erörtert wird, ist, wie wir diesen Herausforderungen begegnen können, um eine positive Veränderung herbeizuführen. Ein wichtiges Ziel ist die Gründung einer internationalen Forschungsplattform, die den Austausch zwischen Forschern und der Gesellschaft fördern soll.

Doch was bedeutet das konkret? Um die globalen Probleme anzugehen, müssen wir über den Tellerrand hinausblicken. Die Kurvendiagramme „Die Große Beschleunigung“, die 2004 veröffentlicht wurden, verdeutlichen die rasanter Entwicklung in sozioökonomischen und umwelttechnischen Bereichen seit 1750. Diese Diagramme zeigen, dass, während die wirtschaftlichen Aktivitäten in den OECD-Ländern sprunghaft ansteigen, die Fragen der Gerechtigkeit oft im Hintergrund bleiben, wenn wir nur globale Aggregate betrachten.

Die Rolle der Urbanisierung und Technologie

Ein weiterer Aspekt, der uns nicht entgehen darf, ist die zunehmende Urbanisierung. Über 50% der Weltbevölkerung lebte 2008 in städtischen Gebieten. Das bringt nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern auch Chancen! Technologische Fortschritte könnten die zukünftige Entwicklung der „Großen Beschleunigung“ beeinflussen, indem sie neue Wege eröffnen, unsere Ressourcen effizienter zu nutzen und die Umwelt zu schützen.

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Bleibt die Frage: Wie gehen wir mit diesen Herausforderungen um? Während die Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre weiterhin steigen, gibt es auch positive Entwicklungen, wie die Stabilisierung der Methankonzentration und den Ozonabbau. Doch die Ozeanversauerung und der Verlust an biologischer Vielfalt sind nach wie vor besorgniserregende Trends, die wir nicht ignorieren dürfen.

Die bevorstehende Tagung in Hannover könnte also der erste Schritt in eine neue Richtung sein. Ein Ort, an dem Ideen gepflanzt, Diskussionen angestoßen und vielleicht sogar Lösungen gefunden werden. Wer weiß, vielleicht wird hier der Grundstein für eine internationale Zusammenarbeit gelegt, die uns hilft, die Herausforderungen des Anthropozäns zu meistern. Ein spannendes Event, das definitiv einen Platz in unserem Kalender verdient!