Heute ist der 25.04.2026 und in Hameln, genauer gesagt im Bereich Basberg, gibt es ernstzunehmende Nachrichten: Eine Weltkriegsbombe wurde entdeckt. Die Meldung erreichte uns um 19:03 Uhr, und die Gefahrenstufe wurde als gering eingestuft. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg können durchaus gefährlich sein und im schlimmsten Fall detonieren.
Die Bombe liegt unter dem BHW-Parkplatz an der Springer Landstraße und wird am 26. April entschärft. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn es sind Evakuierungen in mehreren Stadtteilen erforderlich. Betroffen sind die Gebiete Basberg, Galgenberg, Güterbahnhof, Marienthal, Rohrsen und Afferde. Alle Bewohner müssen bis spätestens 7:00 Uhr am Einsatztag ihre Wohnungen verlassen.
Details zur Entschärfung
Die Entschärfung wird von einem erfahrenen Entschärfungsteam durchgeführt, das nach der Evakuierung die Bombe unschädlich machen wird. Sprengmeister Thorsten Lüdeke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) gab bereits am 15. April 2026 grünes Licht für die Entschärfungsmaßnahmen, nachdem der Verdacht auf einen Blindgänger durch die Auswertung historischer Luftbilder entstanden war. Diese Bilder zeigten Bombenkrater in der Umgebung, was die Suche nach der Bombe notwendig machte.
Ursprünglich war eine Evakuierung für 3.500 Personen im Umkreis von einem Kilometer geplant, doch die Bombe ist größer als anfänglich angenommen. Bei der Untersuchung wurde ein „20-Zentner-Zerscheller“ entdeckt, was die Evakuierungszone auf 1.500 Meter und insgesamt rund 6.000 betroffene Menschen ausdehnt. Auch wenn ein Teil des Sprengstoffs bereits ausgetreten ist, verbleiben geschätzte 450 Kilogramm in der Bombe, was die Situation umso komplizierter macht.
Evakuierungsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen
Die Stadt Hameln hat bereits umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Ab Montag werden Schutzwälle aus Containern um die Fundstelle errichtet, um Druckwellen und Splitter im Falle einer Detonation aufzufangen. Zudem wird der Luftraum über dem Sperrgebiet am 26. April gesperrt, und die Bundesstraßen B 1 und B 217 werden während der Evakuierung ebenfalls gesperrt.
Öffentliche Verkehrsmittel bieten einen kostenlosen Shuttle-Service aus dem Evakuierungsgebiet an. Notunterkünfte werden in der Rattenfängerhalle und der Rüdiger-Butte-Schule eingerichtet. Alle betroffenen Haushalte werden in den kommenden Tagen informiert und erhalten Handlungsanweisungen. Wer bei der Evakuierung Unterstützung benötigt, sollte nicht zögern, Hilfe anzufordern.
Zusätzlich empfiehlt die Stadt, sich über lokale Medien, das Lokalradio sowie die Plattformen NINA und KATWARN über weitere Entwicklungen zu informieren. Notrufnummern sollten nur in echten Notfällen verwendet werden: 110 für die Polizei und 112 für die Feuerwehr.
Die Entwarnung wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, und die Rückkehr in die Wohnungen könnte erst im Laufe des Tages oder Abends am 26. April möglich sein. Die Sicherheitsmaßnahmen zeigen deutlich, dass die Stadt alles daransetzt, um die Bürger zu schützen und die Situation bestmöglich zu bewältigen.