Ein neues Kapitel der Datenerhebung entlang der Weser beginnt: Ab Mittwoch, dem 29. April, wird das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA) mit einem speziellen Helikopter aus Tirol, Österreich, die Gewässer zwischen Beverungen und Höxter im Tiefflug scannen. Ziel dieses Einsatzes ist es, wichtige Geländedaten zu sammeln, die für die Unterhaltung und Maßnahmenplanung der Wasserstraßen von großer Bedeutung sind. Während der mehrwöchigen Befliegungsperiode sind erhöhte Helikopterflüge in einer Höhe von rund 300 Metern zu erwarten.

Die engagierte Helikopter-Crew wird in engen Streifen über die Weser fliegen und dabei zahlreiche Wendungen ausführen. Das Erfassungsgebiet erstreckt sich von Hann. Münden bis zum Weserwehr in Bremen und umfasst mehrere Landkreise, darunter Göttingen, Kassel, Northeim, Höxter, Holzminden, Hameln-Pyrmont, Schaumburg, Herford und Minden-Lübbecke.

Innovative Technologie für den Gewässerschutz

Für die Datenerhebung kommt ein bathymetrischer Laserscanner zum Einsatz, der an den Helikopter montiert ist. Dieser spezielle Laser tastet die Geländeoberfläche in einem ellipsenförmigen Muster ab und verwendet grüne Laserpulse, die besonders gut ins Wasser eindringen. Dies ist entscheidend für flache Uferbereiche, wo die präzisen Daten besonders wichtig sind. Die gesammelten Informationen schließen eine Lücke zwischen dem digitalen Geländemodell und den aquatischen Peilungen der Gewässersohle.

Die gewonnenen Daten fließen in ein Modell des Flussschlauchs ein, das die Auswirkungen baulicher Veränderungen im Uferbereich berechnet. Dies ist ein wichtiger Schritt im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“, das sich dem Natur- und Gewässerschutz sowie dem Wassertourismus widmet.

Ausblick auf zukünftige Befliegungen

Spannend wird es auch im Jahr 2025, wenn das WSA Weser eine Laserbefliegung im Bereich der Bundeswasserstraßen Aller und Leine plant. Der Beginn dieser Befliegung ist für Montag, den 25. August 2025, vorgesehen. Vorraussetzungen sind ein niedriger Wasserstand und gute Flugbedingungen. Ziel ist es, die Daten für langfristige Maßnahmenplanungen und wissenschaftliche Analysen im Projekt „AllerVielfalt Verden“ zu nutzen, das ebenfalls Teil des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ ist.

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Die Erhebung erstreckt sich über die freifließende Aller von Hademstorf bis zur Mündung in die Weser bei Verden sowie die unteren 5 km der Leine. Dabei werden die Landkreise Heidekreis und Verden betroffen sein. Die Helikopter werden in einer Höhe von 220 Metern fliegen, wobei der Laser ebenfalls für das menschliche Auge unschädlich ist und bei Tageslicht nicht sichtbar bleibt.

Insgesamt zeigt sich, dass die fortschrittlichen Befliegungen nicht nur der Unterhaltung der Wasserstraßen dienen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zum Natur- und Gewässerschutz leisten. Die Kombination aus moderner Technologie und umweltbewusster Planung könnte einen nachhaltigen Umgang mit unseren Gewässern fördern und den Wassertourismus in der Region stärken.