In Goslar ist es, wie in vielen anderen Regionen, nicht leicht, einen Therapieplatz zu finden. Über 10% der Patient:innen müssen sich sogar ein ganzes Jahr nach ihrem Erstgespräch in Geduld üben, bevor sie mit ihrer Psychotherapie beginnen können. Oft sind es endlose Telefonate, Absagen und lange Wartelisten, die Betroffene auf die Probe stellen. Wenn man sich in der Stadt oder der Umgebung umschaut, wird schnell klar: Die Suche nach einem freien Therapieplatz kann zur wahren Herausforderung werden!

Ein Lichtblick in all dem Warten könnte die Terminservicenummer 116117 sein. Diese Hotline kann bei der Suche nach Therapieplätzen helfen. Wer sich im Umkreis von 100 km um Goslar umschaut, findet laut der Webseite Therapie.de immerhin 13 Psychotherapeut:innen mit freien Kassenplätzen. Das Angebot umfasst verschiedene Therapieformen wie systemische Therapie, Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische Therapie. Das klingt doch schon mal vielversprechend, oder?
Hier ein kleiner Auszug aus der Liste der Psychotherapeut:innen in Goslar:

  • Evgeni Neychev: Ärztlicher Psychotherapeut (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)
  • Katrin Gensler: Psychologische Psychotherapeutin
  • Sylvia Johne: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
  • Markus Lindenberger: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
  • MA Christine Knauf: Kinder- und Jugendlichenpsychtherapeutin
  • Annett Möwes: Psychotherapeutische Praxis für Kinder und Jugendliche
  • Nadine Krause-Hebecker: Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche
  • Dipl.-Psych. Ingrid Klasen-Kloss: Psychologische Psychotherapeutin
  • Friederike Strüwing: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Dipl. Psychologin
  • Dilek Dorn: Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Sozialmedizin
  • Aziz Melikov: Psychologischer Psychotherapeut
  • M.A Hassina Bahlol-Schröer: Psychotherapeutische Praxis für klinische Verhaltenstherapie bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres

Die aktuelle Lage und Herausforderungen

Der Mangel an Therapieplätzen ist nicht nur ein lokales, sondern ein bundesweites Problem. Laut aktuellen Berichten müssen Hilfesuchende im Durchschnitt 142 Tage – das sind etwa 20 Wochen – auf einen Therapieplatz warten. Eine erschreckende Zahl, die deutlich macht, wie dringend wir mehr Kapazitäten benötigen. Besonders Kinder und Jugendliche sind von diesem Engpass betroffen und haben es oft besonders schwer, die Unterstützung zu finden, die sie brauchen.

Zusätzlich kommt ab April 2026 ein weiterer Aspekt ins Spiel: Die Stundensätze in der ambulanten Psychotherapie werden in der gesetzlichen Krankenversicherung gesenkt. Das hat die Psychotherapeuten alarmiert, denn sie befürchten, dass die Kürzungen den Mangel an Therapieplätzen noch verschärfen könnten. Es könnte dazu führen, dass Praxen ihre Kapazitäten auf privat Versicherte verlagern, wo die Vergütung deutlich höher ist. Die Nachfrage nach Psychotherapie, insbesondere bei Jugendlichen, ist ohnehin durch die letzten Jahre – Stichwort Corona-Pandemie und Cannabiskonsum – gewachsen.

Die steigenden Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen zeigen deutlich: Wir stehen vor einer großen Herausforderung. Der Bedarf an Therapie wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter ansteigen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns in der Gesellschaft mit dem Thema auseinandersetzen und Lösungen finden, um die Versorgung zu verbessern. Die Diskussion um eine koordinierte Vergabe von Therapieplätzen und den Ausbau von Gruppentherapie-Angeboten wird immer lauter. Es bleibt zu hoffen, dass diese Anstrengungen nicht nur schöne Worte bleiben, sondern zu echten Veränderungen führen.

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