Heute ist der 8. Juni 2026 und in Goslar ist mal wieder ordentlich was los – die Polizeiinspektion Goslar, zusammen mit der Polizeidirektion Braunschweig und der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, hat eine Verkehrssicherheitsaktion ins Leben gerufen, die unter dem Motto „Sicher durch den Harz“ steht. Am Sonntag, dem 7. Juni, waren die Beamten unterwegs, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Und das war kein Spaß! Das Ziel? Die Unfallhäufungsstrecken ins Visier nehmen und für mehr Sicherheit sorgen.
Wie die Polizei berichtete, wurden an verschiedenen Stellen Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Insbesondere auf der B 241 zwischen Goslar und Auerhahn wurde das Überholverbot streng überprüft. Hierbei wurden nicht nur die Geschwindigkeit der Fahrzeuge gemessen, sondern auch technische Überprüfungen an der B 498 und L 504 im Bereich Altenau vorgenommen. Man kann sich vorstellen, dass die Motorräder – besonders in dieser malerischen Gegend – ein beliebtes Fortbewegungsmittel sind, aber die Gefahren, die mit dem Fahren auf zwei Rädern kommen, sind nicht zu unterschätzen.
Stark frequentiert: Die Kontrollen
Die Zahlen sind beeindruckend, sagt man so leicht. Insgesamt wurden bei der Aktion 70 Tempoüberschreitungen registriert. Die höchste gemessene Geschwindigkeit? Ganze 98 km/h! Und das auf einer Strecke, wo nur 50 km/h erlaubt sind. Da kommt man ins Grübeln, was da im Kopf der Fahrer vorgeht. Man könnte meinen, der Wind um die Ohren und die Freiheit auf der Straße würden für einen Moment alles andere vergessen lassen. Aber die Realität ist oft gnadenlos – sechs Motorradfahrende ignorierten ein Überholverbot auf der B 241 und müssen nun mit einem Bußgeld von mindestens 70 Euro rechnen. Zudem gibt es Punkte im Fahreignungsregister – das könnte ein böses Erwachen geben.
Aber nicht nur Geschwindigkeitsübertretungen waren ein Thema. Die Polizei stellte auch 10 Bauartveränderungen fest, die nicht den Vorschriften entsprachen. Mangelhafte Bereifungen und zwei nicht ordnungsgemäße Abgasanlagen wurden ebenfalls bemängelt. In einem besonders gravierenden Fall wurde einem Motorradfahrer die Weiterfahrt untersagt, da sein Fahrzeug einfach nicht verkehrssicher war – eine Entscheidung, die wohl nicht leicht gefallen ist, aber im Sinne der Sicherheit unerlässlich war.
Prävention und Information
Die Polizei war jedoch nicht nur auf Verhaftungen oder Bußgelder aus. Ein Präventionsteam informierte die Verkehrsteilnehmer über die Gefahren des Motorradfahrens. Flyer der Aktion „Sicher durch den Harz“ wurden verteilt, um auf die Risiken aufmerksam zu machen. Dazu waren auch Mitarbeiter von TÜV Nord vor Ort, die technische Fragen zu Motorrädern beantworteten. Eine echte Win-win-Situation, wenn man so will. So wird nicht nur kontrolliert, sondern auch aufgeklärt und beraten.
Das Projekt „Sicher durch den Harz“ hat zum Ziel, die Verkehrsunfälle mit Motorradfahrenden in der Region Harz und Kyffhäuser zu senken. Es ist wichtig zu sehen, wie die Polizei hier nicht nur auf ihr eigenes Land achtet, sondern auch mit den Polizeien von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen zusammenarbeitet. Ergänzend dazu sind die Verkehrswachten und verschiedene Netzwerkpartner aktiv am Geschehen beteiligt.
Wenn man darüber nachdenkt, ist so eine Aktion nicht nur ein notwendiges Übel, sondern auch eine großartige Gelegenheit, sich mal wieder zu besinnen, wie wichtig Sicherheit im Straßenverkehr ist. Jeder von uns hat schließlich einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Straßen sicherer werden. Und vielleicht sind diese Kontrollen ja auch ein kleiner Reminder an alle Biker und Autofahrer, verantwortungsbewusst unterwegs zu sein. Schließlich soll der Harz nicht nur zum Fahren einladen, sondern auch ein Ort bleiben, wo man gerne verweilt – ganz ohne Zwischenfälle.