Tante Enso: Ein neuer Hoffnungsträger im Göttinger Lebensmitteleinzelhandel
Heute ist der 13.06.2026 und in Göttingen tut sich einiges im Lebensmitteleinzelhandel. Die Tegut-Filialen, die bislang so vertraut waren, werden bald nicht mehr unter ihrem bekannten Namen zu finden sein. Nach dem Verkauf durch Migros an Edeka und Rewe steht die Marke Tegut vor dem Aus. Doch keine Panik – es gibt Licht am Ende des Tunnels! Einige Standorte werden fortan unter dem neuen Namen „Tante Enso“ weitergeführt, und das könnte für die Region ein spannendes Kapitel einläuten.
Die ENSO eCommerce GmbH hat bereits zwei „Tante Enso“-Filialen in Bilshausen und Schwiegershausen in der Hinterhand. Die Übernahme von 36 Tegut-Filialen in ländlichen Gebieten von Hessen, Thüringen und Bayern wurde vom Kartellamt genehmigt. Eine gute Nachricht für die Mitarbeiter: Sie werden in den neuen Tante-Enso-Filialen übernommen und erhalten Informationen zu ihrem neuen Arbeitsalltag. Die Umstellung auf das Tante-Enso-Konzept wird schrittweise erfolgen und bringt auch ein innovatives 24-Stunden-Smart-Store-System mit sich.
Die Vision von Tante Enso
Was ist Tante Enso eigentlich? Nun, sie setzt auf eine interessante Kombination aus Preiseinstiegs- und Markenprodukten, die durch Rewe sowie rund 15 Prozent regionale Hersteller beliefert werden. Das klingt nach einer tollen Gelegenheit, die lokale Wirtschaft zu unterstützen! Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, hat bereits angemerkt, dass Tante Enso eine geringe Marktstellung im Lebensmitteleinzelhandel hat, aber gerade in ländlichen Regionen eine wichtige Rolle spielt. Die Übernahme wird als eine Stärkung eines kleineren Wettbewerbers in einem von großen Unternehmensgruppen dominierten Markt angesehen. Das ist ein bisschen wie der kleine David, der gegen Goliath antritt, oder?
Interessant ist auch, dass die Märkte von Tante Enso in einem hybriden Konzept geführt werden. Kunden haben die Möglichkeit, während bestimmter Öffnungszeiten von Mitarbeitenden bedient zu werden, aber außerhalb dieser Zeiten können sie die Märkte autonom als Smart Stores nutzen. Zugang gibt’s über eine Kundenkarte und der Einkauf erfolgt über Selbstbedienungskassen. Ein bisschen futuristisch, oder? Die Umsatzerlöse der Tante Enso-Gruppe beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 40 Millionen Euro, während die 36 übernommenen Tegut-Standorte im selben Jahr Umsätze von etwa 60 Millionen Euro erzielten.
Was bedeutet das für Göttingen?
In Göttingen selbst wird es jedoch keine Übernahme der Tegut-Filialen im Einkaufscenter Carré, auf den Zietenterrassen und im Einkaufszentrum „An der Lutter“ durch Enso geben. Das bedeutet, dass die Umstellung und die Chancen, die Tante Enso mit sich bringt, vorerst an diesen Standorten vorbeigehen werden. Der Edeka plant die Übernahme von rund 200 Tegut-Supermärkten, während Rewe bis zu 40 Filialen übernehmen will. Diese Vorhaben müssen noch vom Kartellamt genehmigt werden, wobei die Fristen für die Hauptprüfverfahren festgelegt sind: Edeka bis Ende August und Rewe bis Ende September 2026.
Die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG gehört seit 2013 zur Genossenschaft Migros Zürich, die im März 2026 angekündigt hat, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Es bleibt also spannend, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Die nächsten Schritte und die Reaktionen der Kunden sind noch offen. Der Lebensmitteleinzelhandel in Göttingen und Umgebung hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, und es wird interessant sein zu beobachten, wie Tante Enso sich in diesem dynamischen Markt behaupten wird.
