Heute ist der 21. Mai 2026 und es gibt Neuigkeiten aus der akademischen Welt in Göttingen! Denn am 20. Mai hat der Senat der Georg-August-Universität Göttingen in einer einstimmigen Entscheidung Johannes Wessels zum neuen Präsidenten gewählt. Die Nachricht wurde am Mittwoch in einer Pressemitteilung veröffentlicht und hat nicht nur unter den Studierenden, sondern auch im ganzen Land für Freude gesorgt. Wessels, der derzeit Rektor der Universität Münster ist, wird voraussichtlich gegen Ende 2026 die Nachfolge von Interimspräsident Professor Axel Schölmerich antreten.
Die Wahl war das Resultat eines anonymisierten Auswahlverfahrens, in dem Wessels seine Mitbewerber hinter sich ließ. Der Senat und Stiftungsrat der Universität Göttingen waren sich einig: Wessels bringt eine Fülle an Erfahrung mit, die er in seiner bisherigen Laufbahn als Rektor und Dekan erworben hat. Übrigens, sein Engagement für die Universität Münster ist bemerkenswert; seit 2003 ist er dort Professor und hat den Fachbereich Physik über Jahre hinweg geleitet.
Ein neuer Weg für die Universität Göttingen
In seiner ersten Stellungnahme äußerte Wessels, dass es ihm eine große Ehre sei, diese verantwortungsvolle Position zu übernehmen. Sein Ziel sei es, die Universität zukunftsfähig aufzustellen. Das klingt nach einer Herausforderung, und die Erwartungen sind hoch. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, gratulierte Wessels und betonte die Notwendigkeit neuer Impulse für Forschung, Lehre und Transfer. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass die letzten eineinhalb Jahre in Niedersachsen turbulent waren: Drei Hochschulleitungen wurden abgewählt. Das hat Spuren hinterlassen.
Das Amt des Präsidenten bringt Wessels nicht nur Verantwortung, sondern auch die Möglichkeit, seine Visionen umzusetzen. Er hat bereits angekündigt, auf der Arbeit von Schölmerich aufzubauen. Und das ist kein leichtes Unterfangen, denn Schölmerich hat seine Aufgaben seit März 2025 mit Bravour gemeistert, nachdem der frühere Präsident Metin Tolan im Oktober 2024 das Vertrauen des Senats verloren hatte. Tolan warf rechtliche Fragen auf, als er gegen seine Entlassung klagte, die jedoch erst zum 30. September wirksam wurde.
Einblicke in Wessels‘ Karriere
Wer ist Johannes Wessels? Geboren vor 64 Jahren, hat er Physik an der Universität Heidelberg studiert, 1990 promoviert und sich 2000 habilitiert. Seine Karriere führte ihn unter anderem zur Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt und schließlich an die Universität Münster. Neben seinen akademischen Leistungen wurde er 2018 zum Rektor des Jahres des Deutschen Hochschulverbands gewählt. Eine beeindruckende Bilanz, die zeigt, dass Wessels nicht nur ein angesehener Wissenschaftler ist, sondern auch ein erfolgreicher Hochschulpräsident.
Die Herausforderungen, die vor ihm liegen, sind nicht zu unterschätzen. Wessels wird in den kommenden Jahren sicher viel bewegen müssen. Aber mit einem klaren Plan und der Unterstützung des Senats ist er bereit, die Universität Göttingen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Das Gefühl, das in der Luft liegt, ist eine Mischung aus Aufregung und Neugier. Wie wird sich die Universität unter seiner Führung entwickeln? Wir sind gespannt!