In Göttingen sind die Wohnsituationen für Studierende angespannt. Seit dem Wintersemester 2025/26 sind die beiden Politikwissenschafts-Studenten Bastian Martenson und Laurin Henschel auf der Suche nach einem passenden Zuhause. Trotz monatelanger Suche und über 100 Bewerbungen auf WGs und Wohnungen bleibt die Rückmeldung Mangelware. So beschreibt Laurin, der seine Wohnungssuche bereits im Juni 2025 gestartet hat, seine Erlebnisse mit der Branche: HNA berichtet, dass erste positive Rückmeldungen zwar kommen, jedoch meistens mit einer Absage enden.

Die Zahlen sind alarmierend: Rund 4.500 Wohnplätze des Studierendenwerks Göttingen stehen bloß 15 Prozent der Studierenden zur Verfügung. Das ist nichts im Vergleich zu den rund 2.000 Interessenten, die auf der Warteliste für das Wintersemester platziert sind. Laut dem Pestel-Institut fehlt es im Landkreis Göttingen an etwa 1.800 Wohnungen. Trotz der Anstrengungen des Studierendenwerks, welches 35 verschiedene Wohnheime anbietet, bleibt die Lage angespannt. Die Wohnungen, von historischen Fachwerkhäusern bis hin zu modernen Appartementanlagen, sind stark nachgefragt.

Einblicke in die Wohnungssuche

Bastian war letztendlich einer der Glücklichen, die ein Zimmer in einer Sechser-WG ergattern konnte, obwohl er die lange Suche als frustrierend empfand. Vor seinem Einzug fand er während der Wartezeit eine Untermieter-Unterkunft bei einem Freund. Laurin hingegen kann sich seit November nicht mehr im B&B Hotel Göttingen City, das eine Kooperation mit dem Studierendenwerk hat, einquartieren, und pendelt daher täglich zwischen seinem Wohnort in Jena und Göttingen. Für den Aufenthalt in dem Hotel zahlte er nur fünf Euro pro Nacht, was für Studierende ein echter Vorteil ist.

Die Herausforderung, eine geeignete Wohnung zu finden, wird durch die hohen Semestergebühren in Göttingen verstärkt, die zu den höchsten in Deutschland zählen. Bastian und Laurin setzen sich daher stark für eine Verbesserung der Wohnsituation ein und fordern mehr Optionen für Studierende. Zusammen mit vielen anderen stehen sie vor der Problematik, dass die Hochschulstadt Göttingen keine adäquaten Wohnungen bereitstellt und sie nun in umliegenden Städten nach Alternativen suchen.

Die Rolle des Studierendenwerks

Das Studierendenwerk Göttingen bleibt der Hauptakteur in der Wohnraumsituation. Mit rund 4.700 verfügbaren Wohnplätzen bemüht es sich um ein diversifiziertes Angebot, das verschiedene Wohnformen umfasst, wie etwa Einzelzimmer, Appartements und sogar Wohnungen für Studierende mit Kind. Auf dem Nordcampus wurde jüngst die „Lutterterrasse“ mit 264 Einzelappartements in Holzmodulbauweise eröffnet, die eine moderne Option für zukünftige Bewohner darstellt. Doch trotz dieser Bemühungen bleibt die Nachfrage ungebrochen hoch, und die Suche nach Studierendenwohnungen bleibt eines der drängendsten Probleme in Göttingen.Studierendenwerk Göttingen erklärt, dass studentische Selbstverwaltungen maßgeblich an der internen Organisation der Wohnheime beteiligt sind, um die Eigenverantwortlichkeit der Studierenden zu fördern.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren