Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) steht vor einem spannenden digitalen Wandel. Wie jetzt bekannt wurde, wird das Krankenhausinformationssystem (KIS) Orbis von Dedalus künftig die digitale Infrastruktur der Uniklinik neu gestalten. Dieses System wird nicht nur klinische, sondern auch administrative Prozesse bündeln und somit einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung in der Patientenversorgung leisten.

Orbis wird in den Bereichen Versorgung, Forschung und Verwaltung zum Einsatz kommen. Es deckt die gesamte Patientenadministration, die Abrechnung sowie das medizinische Controlling ab. Besonders hervorzuheben sind die klinischen Arbeitsplatzsysteme und fachspezifischen Module, die eine umfassende Behandlungsplanung, Auftragsmanagement und Befundung ermöglichen. Darüber hinaus wird das System auch Funktionen wie Medikation im Closed-Loop-Verfahren, OP-Management und die Erstellung von Arztbriefen beinhalten. UMG plant zusätzlich spezielle Anwendungen für die Onkologie und Psychiatrie sowie Lösungen für die Studiendokumentation und -abrechnung.

Technische Partnerschaft für die Zukunft

Dedalus übernimmt die technische und anwendungsseitige Betriebsführung der neuen Systemlandschaft und setzt dabei auf ein Advanced Managed Services Portfolio. Dies sorgt für einen sicheren und zukunftsfähigen Betrieb. Ein entscheidender Aspekt dieser Partnerschaft ist die Integration von SAP-ERP-Systemen sowie die Einrichtung einer Interoperabilitätsplattform mit einem Patienten- und Zuweiserportal, die bestehende Systeme und externe Partner einbindet.

Michael Strüter, Vertriebsleiter und Geschäftsführer von Dedalus DACH, äußerte sich stolz über den Zuschlag und betonte, dass die Entscheidung für Dedalus vor allem auf die digitale Transformation und die datengetriebene Patientenversorgung abzielt. Die UMG, die über 1.600 stationäre und teilstationäre Betten verfügt und jährlich rund 60.000 stationäre sowie 220.000 ambulante Fälle behandelt, ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und gilt als Maximalversorger in Südniedersachsen.

Digitale Transformation im Gesundheitswesen

Die digitale Transformation im Gesundheitswesen hat sich von einer strategischen Option zu einer operativen Notwendigkeit entwickelt. Laut dem HIMSS-Bericht 2026 haben 78% der Gesundheitssysteme weltweit aktive Digitalisierungsinitiativen. Dennoch erreichen nur 23% die digitale Reife für Interoperabilität. Der Markt für digitale Gesundheit wird bis 2030 voraussichtlich auf 657 Milliarden Dollar wachsen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 16,1%.

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Gesundheitssysteme, die ihre technologische Infrastruktur nicht modernisieren, riskieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Fähigkeit zur qualitativ hochwertigen Versorgung zu verlieren. Die Herausforderungen sind vielfältig: Skalierung, operative Komplexität und ein mehrschichtiger Regulierungsrahmen müssen bewältigt werden. Interoperabilität ist dabei eine grundlegende Anforderung, insbesondere im Hinblick auf den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS), der einen standardisierten Datenaustausch fordert.

Insgesamt zeigt sich, dass die UMG mit der Implementierung von Orbis und der Zusammenarbeit mit Dedalus auf einem vielversprechenden Weg ist, um die digitale Zukunft der Gesundheitsversorgung in Göttingen zu gestalten. Die Einbindung innovativer Technologien und die Schaffung einer flexiblen, integrierten Systemlandschaft sind entscheidende Schritte in der Evolution der medizinischen Versorgung.