Die Straßen vor den Schulen in Gifhorn sind zurzeit ein echtes Sorgenkind. Christoph Koenders von den Gifhorner Grünen hat sich dazu geäußert und Bedenken zur Verkehrssituation vor den Schulen geäußert. Geht es nach ihm, müssen wir uns dringend um die Sicherheit unserer Kinder kümmern, denn die aktuellen Bedingungen sind alles andere als ideal. Zu viele Autos drängen sich vor den Schulen, und das macht den Schulweg für die Kleinsten gefährlich. Besonders die Grundschüler sind oft überfordert und können Verkehrssituationen nicht schnell erkennen. Die Elternautos, die ihre Kinder bringen, tragen nur zur Hektik und Unübersichtlichkeit bei. Hier muss dringend etwas geschehen!

Die Grünen schlagen vor, die Straßen vor Schulen zu bestimmten Zeiten – morgens und mittags – für eine halbe Stunde für den Autoverkehr zu sperren. Das Ziel? Die Sicherheit der Kinder erhöhen, ohne die Eltern zu bevormunden. Als positives Beispiel wird die erste Schulstraße in Braunschweig angeführt, die bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Doch in Gifhorn sieht es aktuell mau aus: Die Verwaltung hat bislang keine sichtbaren Schritte zur Umsetzung einer Schulstraße unternommen, obwohl bereits Beschlüsse dafür bestehen. Hagen Schink, ein engagierter Verkehrshelfer an der Albert-Schweitzer-Schule, fordert nun ein Pilotprojekt am Bauernkamp. Die Notwendigkeit sicherer Schulwege für unsere Kinder kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Initiativen für mehr Sicherheit

Um den Schulweg für die Kinder sicherer zu gestalten, gibt es einige bewährte Konzepte, die auch in Gifhorn umgesetzt werden könnten. Zum Beispiel fördern Laufgruppen wie das „Walking-Bus“-Konzept die Sicherheit und Eigenständigkeit der Kinder. Diese Gruppen bieten nicht nur Sicherheit, sondern auch eine tolle Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen. Die Kommunen könnten so etwas durch Organisation und Treffpunkte unterstützen. Und nicht zu vergessen: Die Polizei und der ADAC bieten Verkehrserziehungsprogramme an, die jährlich über 180.000 Kinder erreichen. Solche Programme sind besonders wichtig für Schulanfänger, denn geschulte Polizisten helfen den Kindern dabei, den sicheren Schulweg zu erlernen.

Ehrenamtliche Helfer werden gezielt geschult, um Kinder an schwierigen Stellen zu begleiten. Das ist nicht nur hilfreich, sondern auch eine wertvolle Unterstützung für die Eltern. In Bayern beispielsweise gab es seit über 60 Jahren an von Schulweghelfern gesicherten Übergängen keinen tödlichen Schulweg-Unfall. Dies zeigt eindrücklich, wie wichtig das Engagement von Freiwilligen ist. Auch Schülerlotsen ab 13 Jahren und Busbegleitungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf den Schulwegen. Die Polizei unterstützt diese Helfer kostenlos und sorgt dafür, dass alle gut ausgebildet sind.

Der Weg zur Verkehrssicherheit

Die Kultusministerkonferenz hat zudem die Mobilitäts- und Verkehrserziehung als übergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe empfohlen. Das bedeutet, dass Schulen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Kompetenzen für sicheres Verhalten im Straßenverkehr aufbauen sollten. Die Umsetzung dieser Konzepte variiert zwar von Bundesland zu Bundesland, doch die Unterstützung durch geeignete Medienangebote ist überall gegeben. Ob Druckschriften, Filme oder Workshops – all das trägt dazu bei, dass Kinder sicherer im Straßenverkehr unterwegs sind.

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Besondere Aufmerksamkeit sollte den Übergangsphasen gewidmet werden, etwa beim Wechsel von der Kita zur Grundschule. Hier sind Kinder besonders gefährdet und benötigen eine umfassende Verkehrssicherheitsarbeit. Es ist entscheidend, dass wir in Gifhorn und anderswo gemeinsam anpacken und für eine sichere Umgebung sorgen, in der unsere Kinder unbeschwert zur Schule gehen können. Die Zeit zu handeln ist jetzt!