Am Freitag machte sich Niklas Kleinwächter auf den Weg, das Emder Rathausdach zu besuchen, eingeladen von Oberbürgermeister Tim Kruithoff. Für den Autor war dies nicht nur ein einfacher Ausflug, sondern eine persönliche Herausforderung, da er mit Höhenangst zu kämpfen hat. Doch die Aussicht vom Dach über die Stadt war schöner als erwartet und ließ seine Ängste schnell in den Hintergrund treten.

Das Gebäude, einst das Rathaus Emdens, hat sich mittlerweile zu einem Museum gewandelt, das die Geschichte der Stadt bewahrt. Bei seinem Besuch entdeckte Kleinwächter ein Spruchband mit dem Wort „Nachhaltigkeit“ am Geländer der Besucher-Plattform, was ihn dazu anregte, bei Jasmin Alley, der Direktorin des Museums, nachzufragen. Sie erzählte ihm von einem Vorfall, der sich vor der Bundestagswahl ereignet hatte: Ein Banner der Gruppe „Omas gegen Rechts“ mit der Aufschrift „Geht wählen“ hatte für Aufregung gesorgt. An diesem Tag fand zudem eine unbekannte Demo gegen Merz statt, die einen kleinen Skandal auslöste.

Nachhaltigkeit auf dem Dach

Die Diskussion über Nachhaltigkeit ist jedoch nicht nur ein einmaliges Thema, sondern wird von einer Gruppe namens „Turm-Philosophen“ weitergetragen, die sich dienstags auf dem Dach trifft, um verschiedene Themen zu besprechen. In dieser Woche stand eben „Nachhaltigkeit“ auf der Agenda. Kleinwächter verglich seine Erfahrungen mit der politischen Landschaft der Stadt, wo er zuvor bei den Grünen aktiv war, während Klaus Wallbaum von der AfD in Dötlingen auf Stimmenfang geht.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den das Projekt „machbar“ in Emden verfolgt, ist die Beteiligung der Bürgerschaft. Das Team sucht ehrenamtlich tätige Personen, die bereit sind, alte Dinge wiederzubeleben und kreative Ideen einzubringen. Interessierte Gruppen und Einzelpersonen können ihre Projekte im Schaufenster des Zentrums vorstellen, das sich in der Großen Straße 34 befindet. Dort werden auch die Öffnungszeiten ausgehängt, sowie Hinweise zu Einzelveranstaltungen wie Vorträgen und Ausstellungen. Die Kontaktaufnahme ist unkompliziert, per E-Mail an info@machbar-emden.de oder durch einen persönlichen Besuch.

Globale Herausforderungen und lokale Lösungen

In einem größeren Kontext betrachtet, sind die Themen Nachhaltigkeit und Gemeinwohl wichtige Aspekte in der heutigen Gesellschaft, besonders angesichts der globalen Herausforderungen wie Klimawandel, demografischer Wandel und der Energie-Krise. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, verabschiedet 2015, bietet einen Rahmen für nachhaltige Entwicklung, der auch auf lokaler Ebene umgesetzt werden muss. Hierbei sind alle Akteure gefragt: Verwaltung, Politik, Bürgerschaft und Wirtschaft müssen zusammenarbeiten.

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Das Konzept der Gemeinwohlökonomie spielt hierbei eine zentrale Rolle, da es einen sozial-ökologisch nachhaltigen und demokratischen Ansatz verfolgt. Gemeinden und Städte können durch Gemeinwohlbilanzen ihre Fortschritte in der nachhaltigen Entwicklung dokumentieren und transparent machen. Die Studie „Nachhaltigkeit und Gemeinwohl in Kommunen“ liefert dabei wertvolle Erkenntnisse und praktische Ansätze, um die Integration von Nachhaltigkeitszielen in kommunale Strategien voranzutreiben.

Die Redaktionskonferenz am Montag wird sicherlich eine spannende Gelegenheit bieten, die Erlebnisse und Erkenntnisse aus dem Besuch des Rathausdachs und den aktuellen Entwicklungen in Emden weiter zu diskutieren.