Delmenhorst hat einen neuen kulinarischen Anlaufpunkt: Schaffi’s Imbiss steht seit einigen Wochen fest vor dem Obi-Baumarkt am Reinersweg. Der Standort wurde durch eine Anfrage des Baumarkts ermöglicht und bietet den Bewohnern der Stadt die Möglichkeit, sich mit schmackhaften Imbissgerichten zu versorgen. Marvin Schaffhausen, der das Unternehmen führt, blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die vor 20 Jahren mit einem einzigen Imbisswagen begann und mittlerweile vier Fahrzeuge umfasst. Seine Leidenschaft für das Imbissgewerbe entdeckte er bereits mit 15 Jahren, als er in einem Imbissbetrieb neben der Schule arbeitete – für gerade einmal 6 Euro die Stunde.
„Es war nicht immer einfach“, gesteht Schaffhausen. Die gestiegenen Kosten seit 2013 haben das Geschäft verändert und gezwungen, neue Wege zu gehen. Er betont die Bedeutung von regionalen Zulieferern und gleichbleibender Qualität. So bezieht er seine Wurstbrötchen von einem Bäcker aus Delmenhorst und die Wurst von Friebel aus Stuhr. Diese Partnerschaften sind nicht nur gut für die lokale Wirtschaft, sondern gewährleisten auch, dass die Produkte frisch und von hoher Qualität sind.
Der Weg in die Selbstständigkeit
Die Entscheidung, seinen Vollzeitjob zu kündigen und sich auf die Selbstständigkeit zu konzentrieren, war ein entscheidender Schritt für Schaffhausen. Der Weg dorthin war nicht immer geradlinig. Mit 18 Jahren wollte er bereits einen Imbissbetrieb übernehmen, scheiterte jedoch an der Finanzierung. Erst 2013, als er zwei Imbisswagen von einer älteren Frau übernahm und den ersten Wagen mit seinem Schwiegervater sanierte, konnte er seine Vision verwirklichen. Der Betrieb wuchs Schritt für Schritt, unterstützt von festen Veranstaltungen und neuen Kontakten. Ende 2022 ließ er einen zweiten Imbisswagen nach eigenen Vorstellungen bauen, um sein Angebot zu erweitern.
Die Selbstständigkeit im Imbissgewerbe ist jedoch mit Herausforderungen verbunden. Eine gute Planung und Geschäftssinn sind entscheidend für den Erfolg. Dazu gehört auch, sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut zu machen. So ist eine Gewerbeanmeldung spätestens vier Wochen vor der Eröffnung erforderlich, und ein Nachweis über hygienische Bestimmungen muss erbracht werden. Zudem ist eine Reisegewerbekarte notwendig, um im Imbisswagen tätig zu sein.
Die Zukunft von Schaffi’s Imbiss
Schaffhausen plant, im bestehenden Modell aus Veranstaltungen und festen Standorten weiterzuarbeiten. „Ich bin zufrieden mit der aktuellen Situation“, sagt er, äußert jedoch den Wunsch nach einem großen Imbisswagen für größere Veranstaltungen. In einer Zeit, in der viele Menschen von der Selbstständigkeit träumen, wird deutlich, dass der Weg dorthin oft steinig ist. Die Kosten für die Erstausstattung sind hoch, und monatliche Ausgaben wie Pacht und Personal müssen im Finanzierungsplan berücksichtigt werden. Trotz dieser Hürden ist die Nachfrage nach Fast Food nach wie vor hoch, 23 % der Deutschen konsumieren mindestens einmal wöchentlich Fast Food.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Kombination aus Qualität, regionalen Produkten und einer durchdachten Geschäftspolitik Schaffi’s Imbiss zu einem vielversprechenden Unternehmen in Delmenhorst macht. In einer Welt, in der das Gesundheitsbewusstsein wächst, wird es für Imbissbetriebe wichtig sein, sich anzupassen und innovative Speisenangebote zu schaffen, um die Kunden zu halten. Schaffhausen ist auf dem richtigen Weg und zeigt, dass man mit Leidenschaft und Engagement viel erreichen kann.