In Delmenhorst tut sich was im Schach! Die vier talentierten Schülerinnen des Willms-Gymnasiums, Liz Eitel, Sabrina Elisabeth Weiß, Lia Anders und Lea Hayen, haben mit ihrem Sieg bei der niedersächsischen Schullandesmeisterschaft im März 2023 für Furore gesorgt. Wer hätte gedacht, dass so viel strategisches Geschick und der Wille zum Sieg aus dieser norddeutschen Stadt kommen können? Diese jungen Damen zeigen, dass Schach nicht nur etwas für die „alten Herren“ ist, sondern auch für die nächste Generation von Spielerinnen, die die Schachbretter erobern wollen.
Besonders beeindruckend ist Liz Eitel, die nicht nur zwei Stunden täglich für ihr Schachtraining aufbringt, sondern auch den Sprung vom Delmenhorster Schachklub zu Werder Bremen gewagt hat. Dabei hat sie sich gleich noch den Titel der Bremer Landesmeisterin der Frauen geangelt und kann sich über einen herausragenden zweiten Platz bei den U18-Jungs freuen. Mit ihrer Trainerin, der renommierten Vera Jürgen, und dem Bremer Großmeister Dmitrij Kollars als Vorbild, hat sie große Pläne: Die Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen und die deutsche Meisterschaft der Frauen stehen auf ihrer Liste. Ein ambitioniertes Ziel, das sie mit Sicherheit erreichen wird!
Schach und die Macht der Disziplin
Lea Hayen, die beim DSK spielt, hat ihre Schachkarriere bereits im Kita-Alter begonnen. Ihr Vater hat sie in die Geheimnisse des Spiels eingeführt. Auch Sabrina Elisabeth Weiß hat über ihre beste Freundin zum Schach gefunden und spielt nun mit Leidenschaft in einer AG am Willms-Gymnasium. Lia Anders hingegen hat ihre Schachabenteuer vor allem online erlebt, nachdem sie beim DSK aufgehört hat. Alle vier Schülerinnen betonen, dass Disziplin, Konzentration und Motivation die Schlüssel zum Erfolg sind. Ein bisschen wie im echten Leben, nicht wahr?
Ein zusätzlicher Vorteil, den sie für sich nutzen können: Jungs unterschätzen oft Mädchen im Schach. Das sorgt für einen psychologischen Vorteil, den die Delmenhorster Spielerinnen clever auszuspielen wissen. Sie haben das richtige Gespür dafür, sich nicht entmutigen zu lassen und stattdessen selbstbewusst ihre Züge zu machen.
Die Rolle der Frauen im Schach
In der Schachwelt gibt es viele beeindruckende Frauen, die wie ein Lichtstrahl durch die Geschichte scheinen. Namen wie Nona Gaprindaschwili, die erste Frau, die zum Großmeister ernannt wurde, oder Hou Yifan, eine der stärksten Schachspielerinnen der Gegenwart, sind nicht nur Vorbilder, sondern auch Inspirationen für die neuen Generationen. Die Anerkennung für Frauen im Schach wird immer wichtiger, und Initiativen wie die Arbeitsgruppe des Deutschen Schachbundes (DSB) und der Deutschen Schachjugend (DSJ) sind ein Schritt in die richtige Richtung. Sie möchten mehr Frauen und Mädchen für das Spiel begeistern und die Gründe für die bisher geringe Beteiligung untersuchen. Das klingt nach einer spannenden Herausforderung!
Mit Umfragen und Interviews wollen sie die Stimmen der Spielerinnen einholen und herausfinden, was sie brauchen, um im Schach erfolgreich zu sein. Ein Budget von 10.000 Euro steht zur Verfügung, und die ersten Konferenzen werden in verschiedenen Landesverbänden stattfinden. Es wird eine interessante Zeit für die Schachgemeinschaft, und man kann nur hoffen, dass die Delmenhorster Talente auch von diesen Bemühungen profitieren werden.
Egal, ob sie in den nächsten großen Turnieren glänzen oder einfach nur ihre Leidenschaft für das Spiel ausleben – die vier jungen Schachspielerinnen aus Delmenhorst haben bereits jetzt bewiesen, dass sie das Potenzial haben, die Schachwelt zu verändern. Man darf gespannt sein, wie ihre Reise weitergeht!