Heute ist der 27.04.2026 und in Delmenhorst tut sich etwas im Bereich der Gesundheitsversorgung. Der Stadtrat hat den Prüfauftrag für den Aufbau eines neuen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) beim Delme-Klinikum-Delmenhorst erteilt. Angesichts von 19,5 vakanten Arztstellen in der Stadt ist diese Initiative mehr als notwendig. An der Cramerstraße/Moltkestraße planen die Hausärzte Yannic Blum, Ramadan Chehadeh, Ose Kleemann und Jens Niemann gemeinsam die Errichtung des neuen MVZ. Mit einer Investitionssumme von 2,5 bis drei Millionen Euro wird ein Ärztehaus auf rund 550 Quadratmetern entstehen. Doch die Klage, die den Baubeginn verzögert, steht dem Vorhaben im Weg.

Während die Stadtverwaltung eine Trägerschaft für das MVZ ablehnt, da dies einen erheblichen organisatorischen und personellen Aufwand bedeuten würde, betont der Geschäftsführer des Delme Klinikums, Christian Peters, die Bedeutung des MVZ zur Entlastung der Notfallaufnahme. Viele Patienten suchen irrtümlich die Notfallambulanz auf, was die Wartezeiten unnötig verlängert. Ein MVZ könnte hier Abhilfe schaffen, indem es Patienten schneller zur hausärztlichen Versorgung weiterleitet. Der Vorsitzende des Delmenhorster Ärztevereins, Jan Friedrich Christiansen, zeigt sich erfreut über den Prüfantrag für das MVZ und unterstützt die Initiative.

Ein MVZ für die Region

Das geplante MVZ wird eigenständig von der Firma „MVZ Nord – Ihre Hausärzte“ betrieben. Die Hausärztegemeinschaft hat den Bedarf an hausärztlicher Versorgung frühzeitig erkannt und sucht seit vier Jahren den Austausch mit politischen Akteuren und der Stadtverwaltung, jedoch bislang ohne konkrete Unterstützung. Die Gründung des MVZ ist ein wichtiger Schritt, um die Gesundheitsversorgung in Delmenhorst und den umliegenden Landkreisen zu sichern. Moderne Behandlungsmethoden ermöglichen es, Patienten ambulant zu versorgen, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch den Patienten zugutekommt.

Bereits seit 2004 existiert die Organisationsform des Medizinischen Versorgungszentrums, die Krankenhäusern und anderen Trägern erlaubt, Patienten ambulant zu versorgen. Das MVZ in Delmenhorst, gegründet 2018 als SKH Delmenhorst MVZ GmbH, hat sich seitdem stetig erweitert und trägt zur Sicherstellung einer umfassenden Gesundheitsversorgung bei. Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen arbeiten eng zusammen, um eine nahtlose Patientenversorgung zu garantieren. Durch die Vermeidung von Parallelbehandlungen und Informationsverlusten wird die medizinische Betreuung optimiert.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bauzeit für das neue MVZ könnte, sofern die rechtlichen Hürden überwunden werden, zwischen einem und eineinhalb Jahren in Anspruch nehmen. Damit könnte Delmenhorst bald von einer verbesserten hausärztlichen Versorgung profitieren. Die CDU hatte ursprünglich einen Standort in der Innenstadt vorgeschlagen, doch der aktuelle Plan an der Cramerstraße 15a könnte sich als die bessere Wahl erweisen. Die Kombination von ambulanten und stationären Behandlungen gewährleistet eine wohnortnahe Versorgung, die für die Bürger von großer Bedeutung ist. Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Akteure bald die nötige Unterstützung für dieses wichtige Vorhaben bieten können.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren