In Delmenhorst tut sich was – und das ist wirklich spannend! Am Brendelweg wird gerade der Erweiterungsbau der Oberschule Süd für die Jahrgänge fünf bis acht errichtet. Ein riesiges Projekt, das mit satten 15,3 Millionen Euro zu Buche schlägt und dessen Fertigstellung nun für den Sommer 2027 angedacht ist. Ursprünglich war das ganz anders geplant; die Bauarbeiten sollten schon Mitte 2023 abgeschlossen sein. Aber wie das Leben so spielt, gab es einige Stolpersteine. Sichtbeton machte Probleme und dazu kam noch das Wetter, das mit Kälte für zwei Monate Bauunterbrechung sorgte. Architekt Sebastian Hein hat da einiges zu knabbern gehabt!

Am Donnerstag wurde das Richtfest gefeiert, und das ist kein kleines Ding. Es gilt als Meilenstein für die Bildung und die Gemeinschaft vor Ort. Der Neubau wird nicht nur ein Erd- und Obergeschoss umfassen, sondern auch jedem Jahrgang ein eigenes Cluster mit sechs Klassenräumen bieten. Ein Lichthof in der Mitte sorgt für ein helles und freundliches Lernumfeld, während das Foyer – das Herzstück des Gebäudes – als Aufenthaltsbereich und Veranstaltungsort dienen soll. Es wird sogar eine Glasfront geben, die auf die Mensa im Altbau ausgerichtet ist. Allerdings: Eine eigene Mensa oder ein Kiosk im Neubau sind nicht geplant. Das muss man erst mal verdauen.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein weiterer spannender Aspekt des Neubaus ist der Einsatz nachhaltiger Materialien. Holz wird verwendet, und auch eine Fotovoltaikanlage sowie Dach- und Fassadenbegrünung sind in Planung. Die Räume sollen durch eine Wärmepumpe beheizt werden. Damit zeigt die Stadt, dass man wirklich auf die Umwelt achtet. Das ist heutzutage ja nicht nur ein nettes Extra, sondern fast schon Pflicht! Und nicht zu vergessen: Die Stadt erhält sechs Millionen Euro an Fördermitteln, während die restlichen Kosten von der Stadt selbst getragen werden.

Herausforderungen in der Schulinfrastruktur

Doch so schön das alles klingt, wirft das Ganze auch Fragen auf. Deutschlands Schulinfrastruktur steht unter immensem Druck. Ein Sanierungsbedarf von rund 55 Milliarden Euro ist eine echte Hausnummer. Die Haushaltskassen der Länder und Kommunen sind oft leer – da helfen auch die 500 Milliarden Euro Sondervermögen der Bundesregierung, die am 18.03.2025 beschlossen wurden, nur bedingt. Knapp 100 Milliarden Euro sollen in die Länder und Kommunen fließen, aber ob das ausreicht? Immerhin wird mit einem Anstieg der Schülerzahlen um 758.000 bis 2035 gerechnet. Das wird eine Herausforderung, keine Frage.

In Städten wie Köln wird bereits Multiprojektmanagement eingesetzt, um den Sanierungsstau effizient zu bewältigen. Und Bayern setzt auf neue Gebäudetypen, um die Sanierungen zu beschleunigen. Aber was ist mit den vielen Schulgebäuden, die aus den 1950er bis 1970er Jahren stammen und energetisch problematisch sind? Barrierefreiheit ist oft unzureichend, und die Förderprogramme reichen nicht aus. Es bedarf tiefgreifender Eingriffe in die Bausubstanz – nicht nur oberflächlicher Maßnahmen.

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So wird der Neubau der Oberschule Süd nicht nur ein neues Kapitel für die Bildung in Delmenhorst, sondern auch ein kleiner Schritt in einem viel größeren Spiel. Der Druck auf die Schulinfrastruktur bleibt hoch, und es wird spannend zu sehen, wie sich die Situation in den kommenden Jahren weiterentwickelt. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen dem gerecht werden und die nötigen Schritte einleiten, damit unsere Kinder in einer sicheren und modernen Umgebung lernen können. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, aber die Vorfreude auf die neue Schule ist auf jeden Fall spürbar!