In Delmenhorst, der Stadt, die immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird, gibt es aktuell ein mulmiges Gefühl in der Luft. Es ist nun 25 Jahre her, seit die Berliner Bankenkrise über die Bundesrepublik hereinbrach. Diese Vergangenheit schwebt wie ein Schatten über der Stadt, besonders wenn man bedenkt, dass die Bankgesellschaft Berlin einst rund 1300 Wohnungen hier erwarb – ein Deal, der im Herbst 2000 mit der Deutschen Baubecon geschlossen wurde. Geschäftsführer Manfred Corbach hat jedoch Entwarnung gegeben: Die Immobilien gehören nun einem Immobilienfonds, der Thesaurus AG, und es sind Investitionen in den nächsten fünf bis sieben Jahren geplant. Das klingt doch schon einmal ermutigend!

Während also die Sorgen um die Immobilienlage etwas gemildert werden, gibt es auch Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Delbus hat nach einer Fahrgastzählung im Herbst den Fahrplan überarbeitet. So wird die Linie 208 eingestellt und künftig die Strecke vom Wichernstift über die Stadtmitte nach Adelheide bedienen. Hasbergen hat nun die Linie 202, die abwechselnd zur Haltestelle Schwalbenflucht oder zur Hasberger Kirche fährt. Und für Pendler nach Bremen und Oldenburg gibt es ab 5.30 Uhr Zubringerbusse – das macht das Pendeln ein bisschen einfacher, oder?

Die Kultur blüht auf

Aber nicht nur die Verkehrsveränderungen bringen frischen Wind. Die Niederdeutsche Bühne Delmenhorst hat in der Saison 2000/2001 einen bemerkenswerten Erfolg gefeiert. Sie landete auf dem ersten Platz unter 18 plattdeutschen Theatern und lockte insgesamt 22.555 Zuschauer zu 46 Aufführungen. Die erfolgreichste Inszenierung war „Loop doch nich immer weg“, die sage und schreibe 8518 Zuschauer anzog. Das ist doch ein großes Stück Kultur, das die Stadt zusammenbringt!

Doch während die Stadt in eine positive Zukunft blickt, gab es auch dunkle Wolken. Ein 66-jähriger Rentner aus Harpstedt wurde wegen mehr als 50 Einbruchdiebstählen zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte Elektronikgeräte, Bohrmaschinen, Rasenmäher und Kettensägen gestohlen und damit einen Schaden von 300.000 Mark verursacht. Das ist schon eine Hausnummer! Er verkaufte die Beute auf Flohmärkten und hatte ein bemerkenswert gutes Gedächtnis – jeder Einbruch saß sozusagen fest im Kopf. Komischerweise hat man in Delmenhorst das Gefühl, dass solche Geschichten immer wieder vorkommen.

Ein Blick in die Zukunft

Wie es mit dem Immobilienmarkt weitergeht, bleibt abzuwarten. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat angekündigt, dass der Immobilienmarktbericht Deutschland 2025 im Dezember 2025 erscheint. Interessant wird sein, welche Trends und Entwicklungen sich in den Berichtsjahren 2023 und 2024 abzeichnen. Das neue Dashboard, das interaktive Karten und Diagramme zu Kaufpreisen und Transaktionszahlen bietet, könnte für viele Delmenhorster von Interesse sein. Schließlich basiert die Datengrundlage auf Kaufpreissammlungen, die von den Gutachterausschüssen bereitgestellt werden. Hier gibt es mehr Informationen dazu.

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Die Stadt bleibt also in Bewegung – ob im Verkehr, in der Kultur oder auf dem Immobilienmarkt. Es bleibt spannend, was die Zukunft für Delmenhorst bereithält!