In Delmenhorst wird am 18. Februar alljährlich der Internationale Tag der Batterie gefeiert, und das aus gutem Grund. In Zeiten, in denen die Mobilität immer wichtiger wird, sind Batterien und Akkus aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch genau hier liegt auch ein Problem: Viele Menschen wissen nicht, dass diese kleinen Kraftpakete nicht in den Restmüll gehören, sondern fachgerecht entsorgt werden müssen. Der Fachdienst Umwelt der Stadt Delmenhorst erinnert daher eindringlich daran, alte Batterien und Akkus getrennt zu sammeln und an den vorgesehenen Sammelstellen abzugeben.

Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne auf Verpackungen ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Geräte nicht im Hausmüll landen sollten. Händler sind verpflichtet, unentgeltliche Sammelstellen anzubieten. Diese finden sich unter anderem in Supermärkten, Drogerien, Warenhäusern, Elektro-Fachgeschäften, Baumärkten und Tankstellen. Auch die Abfall-Annahmestellen in Delmenhorst bieten entsprechende Abgabebehälter an. Besonders hervorzuheben ist, dass seit Jahresbeginn die Akkus von E-Bikes und E-Scootern kostenfrei abgegeben werden können.

Ressourcenschonung durch Recycling

Die getrennte Sammlung von Batterien und Akkus schont nicht nur die Umwelt, sondern ermöglicht auch das Recycling wichtiger Wertstoffe wie Eisen, Lithium und Silber. Diese wiedergewonnenen Stoffe fließen in die Neuherstellung, was den Einsatz von Primär-Rohstoffen reduziert. Es ist wichtig zu wissen, dass Batterien und Akkus giftige Stoffe wie Quecksilber, Cadmium und Blei enthalten, die bei unsachgemäßer Entsorgung die Umwelt gefährden können. Bei Fragen zur Entsorgung können sich die Bürger an den Fachdienst Umwelt unter der Telefonnummer (04221) 99-2186 wenden.

Ein weiterer Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte, ist die Effizienz von Batterien und Akkus. Während nicht wiederaufladbare Batterien 40- bis 500-mal mehr Energie für die Herstellung benötigen, als sie bei der Nutzung bereitstellen, sind Akkus die weitaus bessere Wahl. Sie können 200 bis 1.000-mal wiederaufgeladen werden und helfen somit, Kosten und Umweltbelastungen zu reduzieren. Besonders Lithium-Ionen-Akkus sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte in modernen Geräten sehr beliebt.

Tipps zur Akkupflege und Umgang mit Altgeräten

Die Pflege von Akkus ist entscheidend für deren Langlebigkeit. Li-Ion-Akkus sollten beispielsweise nicht über 40°C gelagert werden, und es ist ratsam, sie nicht vollständig zu entladen. NiMH-Akkus hingegen sollten nur teilweise entladen werden, um den sogenannten Lazy-Effekt zu vermeiden. Auf der anderen Seite gehören alte Geräte mit dem Symbol der durchgestrichenen Mülltonne ebenfalls nicht in den Hausmüll, sondern sollten zum Wertstoffhof oder zurück in den Handel gebracht werden.

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Recyclingprozesse und ihre Bedeutung

Das Recycling von Batterien und Akkus ist ein komplexer Prozess, der in der heutigen Zeit von enormer Bedeutung ist. Die Qualität der zurückgewonnenen Stoffe spielt eine entscheidende Rolle. Während die Hydrometallurgie hohe Reinheiten bei Nickel, Kobalt und Mangan erreicht, hat die Pyrometallurgie den Nachteil, dass Lithium oft in der Schlacke verbleibt. Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen ist hier gefragt, denn die ökologische Bilanz der verschiedenen Recyclingverfahren ist unterschiedlich. Die Hydrometallurgie hat eine bessere CO2-Bilanz, während die Pyrometallurgie energieintensiv ist.

Die Wirtschaftlichkeit des Recyclings hängt stark von der Zellchemie ab: Zellen mit hohem Nickel- und Kobaltanteil erzeugen wertvolle Rückläufe, während LFP-Zellen weniger rentabel sind. Die Planung von Recyclingprozessen erfordert enge Kooperationen und ein gutes Reporting, um den Zugang zu Batteriematerial in „Battery Grade“ zu sichern. Bis Ende des Jahrzehnts wird der Produktionsausschuss den Input dominieren, aber mit zunehmendem Recycling von Altbatterien wird sich dies ändern.

Insgesamt zeigt sich, dass eine bewusste Entsorgung und das Recycling von Batterien und Akkus nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch für die Ressourcenschonung von großer Bedeutung sind. Jeder kann seinen Beitrag leisten, indem er sich an die Vorgaben hält und alte Batterien und Akkus an den richtigen Stellen abgibt. So schützen wir nicht nur die Umwelt, sondern auch künftige Generationen.