Heute ist der 15. Mai 2026, und in Celle wird ein wichtiges Zeichen gesetzt. Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) – ein Tag, der uns nicht nur zum Nachdenken anregen sollte, sondern auch zum Handeln. Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Celle bekennt sich eindringlich zu Vielfalt, Menschenrechten und gesellschaftlicher Solidarität. In einer aktuellen Pressemitteilung wird die bittere Realität angesprochen: Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegen LGBTQIA+-Menschen sind nach wie vor präsent. Das ist nicht nur eine gesellschaftliche Herausforderung, das betrifft uns alle!
Theresa Kurbach, die Sprecherin des Kreisverbandes, hebt hervor, wie wichtig dieser Aktionstag für die Freiheit und Sicherheit queerer Menschen ist. „Wir können nicht einfach tatenlos zuschauen, während der Hass und die Hetze gegen LGBTQIA+-Menschen zunehmen“, sagt sie. Es ist ein Aufruf an uns alle, eine starke, solidarische Zivilgesellschaft zu bilden. Politische Maßnahmen allein genügen nicht; wir müssen auch in unseren Schulen, Vereinen und Betrieben Verantwortung übernehmen und aufklären. Unterstützung im Alltag ist gefragt – überall dort, wo wir leben und arbeiten.
Solidarität zeigen!
Darüber hinaus betont Melanie Muschalla, ein Vorstandsmitglied, wie wichtig Respekt, Schutz und die Gleichheit für queere Menschen sind. Es ist ein Appell, sich aktiv an Aktionen zu beteiligen und lokale Initiativen zu unterstützen. Solidarität muss sichtbar werden! Der IDAHOBIT erinnert uns nicht nur an die Herausforderungen, sondern auch an die Errungenschaften – wie den 17. Mai 1990, als die WHO Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel strich. Das war ein erster Schritt, aber wir sind noch lange nicht am Ziel!
Es ist erschreckend, zu sehen, dass es weltweit auch Rückschritte gibt. Im Irak wurde im April 2024 ein neues Gesetz verabschiedet, das gleichgeschlechtliche Beziehungen mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft. In vielen Ländern Afrikas sind einvernehmliche gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen kriminalisiert. Uganda hat 2023 ein drakonisches Anti-Homosexualitätsgesetz verabschiedet, das sogar die Todesstrafe für „schwerwiegende Homosexualität“ vorsieht. Und in Ungarn wird die Diskussion über LGBTI-Themen durch das sogenannte „Propaganda-Gesetz“ stark eingeschränkt.
Doch es gibt auch Lichtblicke! In Namibia wurden Gesetze aufgehoben, die gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen kriminalisierten. Griechenland hat die gleichgeschlechtliche Ehe anerkannt, und in Japan wurde das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe für verfassungswidrig erklärt. Solche Entwicklungen zeigen, dass es Hoffnung gibt, auch wenn der Weg noch steinig ist.
In dieser Zeit, in der so viele Menschen für ihre grundlegenden Rechte kämpfen müssen, ist es umso wichtiger, dass wir hier in Celle zusammenstehen und unsere Stimme erheben. Es liegt an uns, die Welt ein Stück gerechter zu machen, indem wir die Vielfalt feiern und gegen jede Form von Diskriminierung eintreten. Lasst uns also am 17. Mai und darüber hinaus aktiv werden!