In Braunschweig, einer Stadt, die sich nicht unbedingt mit dem Attribut „Großstadt“ schmücken kann, spielt die Einsamkeit eine unerwartete Rolle, vor allem im Östlichen Ringgebiet. Hier haben viele Menschen das Bedürfnis, sich zu vernetzen und Gemeinschaft zu erleben. Genau hier setzt das „MitMachEck“ an, ein tolles Projekt der Bürgerstiftung Braunschweig, das geschaffen wurde, um die Menschen zusammenzubringen und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu fördern.

Eröffnet wurde das „MitMachEck“ am 8. April, und die Räumlichkeiten in der Nußbergstraße 9 haben seitdem einen neuen Puls im Viertel. Früher war hier ein Fachgeschäft für Elektroteile untergebracht – jetzt heißt es „Willkommen, hier wird miteinander gemacht!“ Die Koordinatorin Kuni Dudek hat mit viel Engagement ein Programm auf die Beine gestellt, das sich an alle Altersgruppen richtet. Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Senioren finden hier kreative Angebote: Malen, Zeichnen, Singen und sogar die Nähgruppe, die Nesteldecken für Senioreneinrichtungen näht, die Menschen mit Demenz betreuen. Das ist wirklich eine schöne Geste!

Gemeinschaft im Fokus

Die Resonanz auf das Angebot im „MitMachEck“ ist bemerkenswert. Viele Menschen aus dem Östlichen Ringgebiet sind interessiert und möchten sich aktiv beteiligen. Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenlos – und ja, Spenden sind natürlich gerne gesehen, um das Projekt langfristig zu sichern. Die Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie in Höhe von über 104.500 Euro bis 2028 gibt dem Team etwas Luft zum Atmen, sodass die Personalkosten für 25 Monate gedeckt sind. Das Ziel für die Zukunft? Bis zum Ende der Förderperiode selbstfinanziert zu sein.

Die aktuellen Angebote sind nicht nur im Schaufenster des „MitMachEck“ zu finden, sondern auch online. Hier werden die verschiedenen Mitmach-Aktionen aufgelistet und laden dazu ein, sich kreativ auszuleben oder einfach nur einen Kaffee zu trinken und ins Gespräch zu kommen. Ein buntes Treiben – besonders in den ersten Monaten nach der Eröffnung waren die Teilnahmezahlen hoch. Im Mai gab’s zwar einen kleinen Rückgang, aber die Zahlen steigen wieder, und das ist doch ein gutes Zeichen!

Einsamkeit und ihre Ursachen

Einsamkeit ist ein Thema, das uns alle berühren kann. Sie entsteht oft aus einem Ungleichgewicht zwischen den gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen. Egal, ob jung oder alt, jeder kann einmal in solch eine Situation geraten. Die Gestaltung der Umgebung, in der wir leben, hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir soziale Kontakte knüpfen können. Mangelnde soziale Ressourcen und unzureichende Infrastrukturen verstärken das Gefühl der Isolation.

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Das Kooperationsprojekt „Einsamkeit. Neue Anforderungen an lebendige Quartiere“ zeigt auf, wie städtebauliche Maßnahmen helfen können, Einsamkeit zu verringern. Durch die Schaffung attraktiver öffentlicher Räume werden zufällige Begegnungen gefördert, und das ist ein wichtiger Schritt, um lebendige Nachbarschaften zu schaffen. Wenn wir uns an einem Ort wohlfühlen und Möglichkeiten für Interaktionen haben, steigt die Chance, dass wir uns nicht einsam fühlen.

Im Östlichen Ringgebiet hat das „MitMachEck“ genau das zum Ziel: Die Menschen zusammenzubringen, um die Gemeinschaft zu stärken. Es ist ein kleiner, aber feiner Schritt in eine Richtung, die das Gefühl der Einsamkeit nicht nur verringern, sondern auch die Lebensqualität der Menschen vor Ort verbessern kann. Und das ist doch etwas, was wir alle anstreben sollten!