Der Zoo Braunschweig steht vor einer Herausforderung, die nicht nur seine Tierwelt betrifft, sondern auch die Art und Weise, wie er sich mit Energie versorgt. Die steigenden Energiepreise, verstärkt durch die Energiekrise und den Iran-Konflikt, haben den Zoo gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um seine Betriebskosten im Griff zu behalten. Zoo-Chef Peter Wilhelm macht deutlich, dass es notwendig ist, auf die Situation zu reagieren, und der Zoo hat sich entschlossen, einen umweltfreundlicheren Weg zu beschreiten.

Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Umstellung der gesamten Fahrzeugflotte auf E-Betrieb. Die bisherigen diesel- und benzinbetriebenen Maschinen, darunter Radlader, Gabelstapler und Transporter, wurden durch elektrische Alternativen ersetzt. Diese Veränderung ermöglicht erhebliche Einsparungen, da die monatlichen Ausgaben für fossile Brennstoffe drastisch gesenkt werden konnten. Zudem hebt der Zoo die Umweltfreundlichkeit der neuen E-Fahrzeuge hervor.

Ein Schritt in die Unabhängigkeit

Um unabhängiger von Preisschwankungen zu werden, setzt der Zoo Braunschweig verstärkt auf Photovoltaik. Die Installation von Solaranlagen auf den Dächern der Gebäude trägt dazu bei, dass jährlich bis zu 16.000 kWh Strom produziert werden – das entspricht etwa 20 % des Gesamtstromverbrauchs. Diese Eigenproduktion führt zu jährlichen Einsparungen von rund 5.000 Euro. An sonnigen Tagen wird überschüssiger Strom verkauft, was zusätzliche 20.000 Euro pro Jahr in die Kassen des Zoos bringt.

Dennoch bleibt der hohe Energiebedarf durch die Tierhaltung eine Herausforderung. Wärmelampen, Klimaanlagen und andere Geräte benötigen viel Energie, und das Einsparpotenzial ist begrenzt. Im Gegensatz zu anderen Zoos, die bereits drastische Maßnahmen wie die Abgabe von Tieren in Betracht ziehen, plant der Zoo Braunschweig, die eigene Stromproduktion weiter zu steigern. Das Ziel ist es, künftig ein Drittel des Strombedarfs selbst zu decken.

Innovationen für die Zukunft

Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die geplante Installation eines Pufferspeichers. Dieser soll die gewonnene Solarenergie speichern und somit auch in schlecten Wetterphasen verfügbar machen. Die Maßnahmen des Zoos sind nicht nur eine Reaktion auf die aktuelle Energiekrise, sondern auch ein langfristiger Plan, um die Eintrittspreise stabil zu halten und die steigenden Kosten für Tierfutter abzufangen.

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Abschließend lässt sich sagen, dass der Zoo Braunschweig mit seinen innovativen Ansätzen und der Anpassung an die Herausforderungen der Zeit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. Das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2025 auf 55,1 Prozent zu steigern, wird durch solche Initiativen gefördert. Durch den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen und den Umstieg auf E-Fahrzeuge zeigt der Zoo nicht nur Verantwortung gegenüber seiner Tierwelt, sondern auch gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft.