Es war ein ganz besonderer Moment, als Jörg Seveneick, der langjährige Stadionsprecher des FC Schalke 04, am vergangenen Wochenende beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (1:0) seinen Abschied verkündete. Nach über drei Jahrzehnten im Sportjournalismus, ein wahrer Veteran der Szene, verabschiedete sich der 64-Jährige mit einer bewegenden Rede. Es war ein emotionaler Augenblick für die Fans, die ihn so viele Jahre begleitet haben, und auch für ihn selbst, der in den letzten Jahren die Spiele des S04 für das Re-Live bei Schalke-TV kommentierte. Das Stadion war erfüllt von Applaus, als er seine letzten Worte an die treuen Anhänger richtete.
Seveneick, der im Sportjournalismus Anfang der 1990er-Jahre bei RevierSport begann, hat sich im Laufe der Jahre einen Namen gemacht. Sein markanter Stil und die Leidenschaft, die er für den Fußball mitbrachte, machten ihn zu einer Stimme, die man nicht so leicht vergessen kann. In der Saison 2022/2023 moderierte er das Stadionprogramm in der Veltins-Arena an der Seite von Dirk Oberschulte-Beckmann, und die beiden bildeten ein eingespieltes Duo. Doch zur Spielzeit 2026/27 wird dieses Duo aufgelöst, und die Fans müssen sich auf eine neue Konstellation einstellen – ein Mann-Frau-Duo soll es in der neuen Saison richten.
Ein neues Kapitel
Obwohl Seveneick sich von seiner Rolle als Stadionsprecher verabschiedet, bleibt er dem FC Schalke 04 treu. Er wird weiterhin für Schalke-TV kommentieren und Events moderieren. Das ist doch eine gute Nachricht für all jene, die seine Art zu kommentieren schätzen! Und als ob das nicht genug wäre, darf er sich auch über einen sportlichen Erfolg freuen: 2023 gewann er mit der Walking-Football-Mannschaft des S04 die Europa League. Ein schöner Abschluss für eine so lange und erfolgreiche Karriere in der Fußballwelt.
Der Sportjournalismus selbst hat eine lange und spannende Geschichte. Angefangen hat alles im frühen 18. Jahrhundert, als Sport in den Medien noch einen eher marginalen Stellenwert hatte. Doch im Laufe der Zeit, besonders gegen Ende des 19. Jahrhunderts, begannen Zeitungen wie „Spiel und Sport“ und „Sport im Bild“, Sportressorts einzurichten. Plötzlich war der Sport nicht mehr nur Randnotiz, sondern ein fester Bestandteil des Mediengeschehens. Mit der Verbreitung des Radios in den 1920ern erlebte die Sportberichterstattung einen weiteren Aufschwung. Fußball wurde zum Volkssport, und die Menschen wollten Live-Berichterstattung über ihre Lieblingsmannschaften.
Ein Abschied mit Ausblick
Nun, da Seveneick in den Ruhestand als Stadionsprecher geht, wird er sicherlich viele Erinnerungen mitnehmen. Die Emotionen, die ihn während seiner Zeit beim S04 begleiteten, werden ihn auch in Zukunft begleiten. Sportjournalismus ist nicht nur ein Job; es ist eine Leidenschaft, die das Publikum mitreißt und begeistert. Und genau das hat Jörg Seveneick all die Jahre getan. Die nächste Generation von Sportjournalisten kann von ihm lernen, dass es nicht nur um die reinen Fakten geht, sondern auch um die Geschichten, die das Publikum berühren.
Ein aufregendes neues Kapitel beginnt, sowohl für Seveneick als auch für den FC Schalke 04. Und während sich die Schatten der Veltins-Arena langsam zurückziehen, bleibt die Vorfreude auf das, was kommt. So geht der Fußball weiter – mit neuen Stimmen, neuen Geschichten und unvergesslichen Momenten.