Am 2. Mai 2026 feiert der ZDF-Samstagskrimi „Ostfriesensturm“ seine mit Spannung erwartete Premiere. Die Handlung spielt in der malerischen Stadt Norden und ihrer Umgebung, wo die Zuschauer die faszinierenden Landschaften der Urlaubsregion hautnah erleben können. Der Krimi nutzt reale Schauplätze, darunter ein historisches Backsteingebäude am Marktplatz von Norden, das als fiktive Polizeidienststelle dient. Interessanterweise fungiert die Stadtverwaltung von Aurich als Kulisse für die Kriminalpolizei, was der Geschichte einen zusätzlichen Hauch Authentizität verleiht.
Ein zentrales Element der Handlung ist der Stadtteil Norddeich, der zu Beginn der Coronapandemie in den Fokus rückt. Der Film thematisiert eindrücklich die schrittweise Leerung der Strände und Gastronomiebetriebe, ein Szenario, das viele in dieser Zeit nachempfinden können. Zu den Drehorten gehören bekannte Plätze wie die Strandbar „Watt n‘ Blick“ und verschiedene Hotels. Der erste Leichenfund erfolgt in Pilsum und führt die Ermittler später nach Rechtsupweg, wo die Geschichte ihren dramatischen Lauf nimmt.
Ein tierischer Tatort
Ein besonders spannender Tatort ist der privat geführte Tiergarten „Birgit’s Tiergarten“, der auf einer Fläche von 28.000 Quadratmetern eine Vielzahl an Tieren beherbergt, darunter Stachelschweine, Lamas und Kängurus. Die Inhaberin Birgit Phillips hat nicht nur den Tiergarten liebevoll eingerichtet, sondern spielt auch eine Rolle im Film als Komparsin. In einer schicksalhaften Szene findet sie das Opfer während der Fütterung der Stachelschweine – ein Moment, der die Ermittlungen ins Rollen bringt.
Die kriminalistischen Ermittlungen werden von der Hauptfigur Ann Kathrin Klaasen geleitet, die sich inmitten der dramatischen Ereignisse mit den landschaftlichen Besonderheiten der Region auseinandersetzen muss. Drohnenaufnahmen der Pilsumer Kreuzkirche verleihen dem Film eine beeindruckende visuelle Dimension. Insgesamt setzt das ZDF mit der Verfilmung der Bestseller-Reihe von Klaus-Peter Wolf an Originalschauplätzen ein starkes Zeichen und bringt die Geschichten lebendig auf die Leinwand.
Erfolgreiche Krimi-Reihe
Die „Ostfrieslandkrimis“ sind seit ihrer ersten Erstausstrahlung am 1. April 2017 auf ZDF ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehprogramms. Mit über 15 Episoden und einer Länge von jeweils 90 Minuten erfreuen sie sich großer Beliebtheit und haben Zuschauerzahlen zwischen 4,97 und 7,71 Millionen erreicht. Die Geschichten, die auf den Romanen von Klaus-Peter Wolf basieren, zeigen nicht nur das berufliche und private Leben von Ann Kathrin Klaasen, sondern auch die landschaftliche Schönheit der ostfriesischen Küste.
Die Auswahl an Drehorten reicht von der Norder Marktplatz über den Hafen in Norddeich bis hin zum Café ten Cate. Zudem werden die Zuschauer mit Landschaftsaufnahmen der Nordseeküste und der regionalen Tierwelt verwöhnt. Dabei sind auch reale Personen in die Handlung integriert, was den Krimis eine besondere Note verleiht. So hat der Autor Klaus-Peter Wolf in jeder Episode einen Cameo-Auftritt und bringt somit seine eigene Geschichte in die Erzählung ein.
Die Zukunft der „Ostfrieslandkrimis“ sieht vielversprechend aus, da bereits neue Krimis angekündigt wurden und die Ausstrahlung auch auf Arte ab 2025 erfolgen wird. Das Genre des Kriminalfilms hat in Deutschland einen festen Platz, und die „Ostfrieslandkrimis“ sind ein Paradebeispiel für die gelungene Verbindung von spannender Handlung und beeindruckenden Landschaften.