Heute ist der 5.06.2026 und die ersten Heuler der Saison haben in der Seehundstation Norddeich das Licht der Welt erblickt! Die beiden kleinen, mutterlosen Seehunde hören auf die Namen Ernie und Bert. Was für ein Duo! Entdeckt wurden die beiden im Mai auf den Inseln Borkum und Norderney. Ernie bringt schon stolze 8,3 Kilogramm auf die Waage, während Bert mit 7,9 Kilogramm ebenfalls nicht zu verachten ist. Das ist doch ein ordentlicher Start ins Leben, auch wenn die beiden ohne ihre Mütter auskommen müssen.

Bevor die beiden in die Aufzuchtstation gebracht wurden, gab es eine Beobachtungsphase, in der genau geschaut wurde, ob es sich tatsächlich um verwaiste Jungtiere handelt. Das ist wichtig, denn oft werden die kleinen Seehunde nur kurz abgelegt, während ihre Mütter nach Nahrung suchen. Aber in diesem Fall – nun ja, die beiden sind Heuler und haben das große Los gezogen, in die Obhut der Seehundstation zu gelangen. Jährlich werden hier mehr als 150 Seehunde und Kegelrobben aufgenommen, viele von ihnen sind mutterlos, verletzt oder krank. Tragisch, aber auch beeindruckend, wie sich die Station um diese Tiere kümmert.

Die Herausforderung der Aufzucht

Die Geburten- und Aufzuchtphase der Seehunde erreicht in der dritten Juniwoche ihren Höhepunkt. Das bedeutet, dass viele Jungtiere in der nächsten Zeit entdeckt werden, und nicht alle sind tatsächlich Heuler. Komischerweise gibt es oft das Missverständnis, dass allein entdeckte Tiere immer in Not sind. Dabei sind viele einfach nur kurz allein gelassen worden. Wenn jemand ein Jungtier sieht und sich unsicher ist, sollte die Seehundstation kontaktiert werden. Sie wissen, was zu tun ist! Und ein kleiner Tipp am Rande: Unverletzte Tiere, die nach August entdeckt werden, sind in der Regel selbstständig und brauchen keine Hilfe mehr.

Ein wichtiger Punkt, den die Seehundstation immer wieder betont, ist der Abstand zu den Tieren. Mindestens 300 Meter sollten es sein! Das ist nicht nur für die Seehunde wichtig, sondern auch für die Menschen. Störungen durch Menschen können dazu führen, dass die Mütter ihre Jungen verlassen. Und das ist natürlich das Letzte, was wir wollen.

Ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz

Die Arbeit der Seehundstation ist nicht nur wichtig, sondern auch bewundernswert. Die Station kümmert sich um verletzte und verwaiste Tiere und gibt ihnen eine zweite Chance. Das ist kein leichtes Unterfangen, denn viele Seehunde sind anfällig für Krankheiten oder Verletzungen. Doch mit Hingabe und viel Erfahrung stehen die Mitarbeiter den Tieren zur Seite. Es ist ein Ort der Hoffnung, wo jedes kleine Leben zählt.

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Also, wenn ihr demnächst an der Küste seid und einen kleinen Heuler entdeckt, denkt daran: Halten wir Abstand und lassen wir die Profis ihre Arbeit machen! Die Seehundstation Norddeich ist ein wichtiger Teil unseres Küstenschutzes und unserer Verantwortung für die Tierwelt. Lassen wir Ernie und Bert die besten Chancen auf ein glückliches, gesundes Leben haben – und vielleicht sehen wir sie bald wieder, wenn sie groß und stark sind!