Heute ist der 10.05.2026 und Wolgast, dieser kleine, charmante Ort im Landkreis Vorpommern-Greifswald, hat sich auf den Tag der Städtebauförderung vorbereitet. Der alte Schulhof, der lange Zeit vor sich hin vegetierte, erstrahlt nun in neuem Glanz. An diesem sonnigen Tag wird das Schulhofleben auf dem Kirchplatz wiederbelebt, und die Bürger haben die Gelegenheit, das alte Schulgebäude zu besichtigen, das seit Jahren leersteht. Ein kleines Stück Heimatgeschichte, das wieder zum Leben erweckt wird!
Die Dachrestaurierung, die im Januar 2026 abgeschlossen wurde, hat dem Gebäude eine neue Dachkonstruktion mit Dachfenstern beschert. Diese Fenster bieten nicht nur einen frischen Ausblick auf die Stadt, sondern auch auf die majestätische Insel Usedom. Man kann sich kaum vorstellen, wie es hier vor vielen Jahren zuging, als das Gebäude noch ein lebendiger Teil der Gemeinde war. Doch heute wird die Gelegenheit genutzt, um die Stadtverwaltung zu unterstützen und die neuen städtebaulichen Projekte zu präsentieren.
Ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft
In den unteren Schulräumen gibt es eine spannende Ausstellung, die nicht nur die aktuellen Vorhaben der Stadtverwaltung vorstellt, sondern auch eine Fotoschau mit Bildern aus drei Jahrzehnten Stadtsanierung. Bürgermeister Martin Schröter und sein Team haben sich viel vorgenommen, besonders im Sanierungsgebiet „Fischerwiek“. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Engagement in die Neugestaltung und den Erhalt der Stadt fließt.
Der Schulhof selbst ist ein lebendiger Ort, an dem verschiedene Stände auf die Besucher warten. Unter anderem das Museum, das mit Grabungsfunden aufwartet und die Neugier der kleinen und großen Entdecker weckt. Und während die Kinder umherwuseln, gibt es auch für die Erwachsenen etwas zu genießen: Kuchen und ein paar amüsante Aktivitäten, wie das Gummienten-Rennen und die archäologischen Funde aus dem Sandkasten. Man könnte fast meinen, die Freude und das Lachen der Kinder sind das beste Zeichen für das, was hier gerade passiert.
Städtebauförderung – Ein wichtiger Schritt zur Zukunft
Die Städtebauförderung hat einen entscheidenden Anteil an der Wiederbelebung solcher Orte. Der Bund unterstützt die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen durch Programme, die nicht nur finanziell, sondern auch ideell wertvoll sind. Diese Fördermittel, die gemäß Artikel 104 b Grundgesetz gewährt werden, sind eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Innenstädten und Ortszentren. Dabei wird stets der Denkmalschutz berücksichtigt, was bedeutet, dass Historie und Moderne Hand in Hand gehen. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Schaffung nachhaltiger Strukturen in Gebieten, die unter städtebaulichem Funktionsverlust leiden – wie leerstehende Wohnungen oder Brachflächen.
Die Maßnahmen zur Behebung sozialer Missstände sind ein weiteres Ziel der Städtebauförderung. Hier wird klar, dass es nicht nur um das äußere Erscheinungsbild einer Stadt geht, sondern auch um das Leben, das darin stattfindet. Im Rahmen dieser Programme wird Wolgast ein weiteres Stück lebendiger und einladender. Und das spürt man heute auf dem Schulhof – die Gemeinschaft ist aktiv, die Menschen sind zusammengekommen, um zu feiern und die Stadt neu zu entdecken.