In der Hansestadt Wismar gab es am 26. April 2026 eine richtungsweisende Wahl: Frank Junge wurde zum neuen Bürgermeister gewählt und wird sein Amt am 20. Juli 2026 antreten. Der scheidende Bürgermeister Thomas Beyer nutzte die Gelegenheit, um seinen Dank an die Wahlhelfer und das engagierte Team unter der Leitung von Frau Sydow auszusprechen, die die Wahl hervorragend organisiert haben. Es ist ein neues Kapitel in der Stadtgeschichte, das nun beginnt.

Ein zentrales Vorhaben unter dem neuen Bürgermeister ist das Projekt „km² Bildung Wismar“, das die sozialräumliche Schulentwicklung im Stadtteil Wendorf fördern soll. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und wird von der Seeblick-Grundschule als Schlüsselschule unterstützt. Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist die Einrichtung einer Pädagogischen Werkstatt, die als Koordinationsstelle zwischen Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen fungieren wird. Hierbei stehen die Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort sowie die Förderung von Medienkompetenz und sozial-emotionalen Fähigkeiten im Fokus. Wismar wird sich als Schulträgerin mit maximal 5.100 Euro pro Jahr an dem Projekt beteiligen.

Sportliche Zukunft: Sanierung des Kurt-Bürger-Stadions

Ein weiteres Highlight ist die erfolgreiche Bewerbung für die Sanierung des Kurt-Bürger-Stadions im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten 2025/2026“. Aus über 3.600 Interessenbekundungen wurde das Projekt ausgewählt, was zeigt, wie wichtig dieser Schritt für die Stadt ist. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro und einer Bundesförderung von 5.625.000 Euro werden die Modernisierung der Tribüne, des Kassenhauses sowie der Außenanlagen vorangetrieben. Ziel ist es, das Stadion an eine zeitgemäße Sportinfrastruktur anzupassen und Barrierefreiheit sowie nachhaltige Gestaltung sicherzustellen.

In der Zwischenzeit verfolgt die Stadt unabhängig vom Förderverein „Poeler Kogge“ das Projekt „Maritimes Erbe Wismar“. Der Förderverein hat Insolvenz beantragt, weshalb eine Unterstützung durch die Stadt nicht möglich ist. Dies ist besonders bedauerlich, da das maritime Erbe für die Stadt Wismar von großer Bedeutung ist.

Fairtrade und internationale Solidarität

Wismar hat nun auch den Titel „Fairtrade-Stadt“ erhalten, eine Auszeichnung, die durch das Engagement von Bürgern und lokalen Einrichtungen für den fairen Handel möglich wurde. Eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe hat die fünf erforderlichen Kriterien erfüllt, und die feierliche Übergabe der Auszeichnung steht bevor.

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Zusätzlich wird ein Hilfsprojekt für die albanische Partnerstadt Pogradec ins Leben gerufen. Im Juli wird ein Feuerwehrfahrzeug überführt, und ein Spendenaufruf läuft bereits. Aktuell wurden bereits 1.200 Euro gesammelt, um die Initiative zu unterstützen.

Kommunale Wärmeplanung und weitere Veranstaltungen

Die nächste Informationsveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung findet am 19. Mai im Zeughaus statt. Diese Veranstaltung richtet sich an die Mitglieder der Bürgerschaft sowie sachkundige Einwohner und wird wichtige Informationen für die Gemeinde bereithalten. Die Ergebnisse werden in eine Beschlussvorlage einfließen und sind somit von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung Wismars.

Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen, dass Wismar auf einem guten Weg ist, zukunftsorientierte Projekte zu realisieren und gleichzeitig die Gemeinschaft zu stärken. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Stadt unter der neuen Führung weiterentwickeln wird.