Die Luft riecht nach frischem Meer und ein Hauch von Aufregung liegt in Wismar. Hier, in der charmanten Hansestadt, wird gerade die 23. Staffel von „SOKO Wismar“ gedreht. Das beliebte ZDF-Format, das seit 2004 über 500 Mordfälle gelöst hat, zieht mit seinen Dreharbeiten viele neugierige Blicke auf sich. Die ersten Szenen der neuen Staffel werden am Freitag in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) aufgenommen, nachdem der offizielle Drehstart bereits Mitte April in Berlin stattfand.
Die Stadt ist für die Dreharbeiten bestens präpariert, auch wenn das für die Wismarer einige Einschränkungen bedeutet. Halteverbote wurden eingerichtet, um der Filmcrew Platz zu machen: Die Straße „Am Wiesengrund“ ist bis Freitagabend betroffen, und von 11. bis 12. Mai sind die Parkplätze am Hafen in der Stockholmer Straße reserviert. Auch andere Straßen wie „Hinter dem Chor“ und die Schweinsbrücke sind für die Aufnahmen gebucht. Ein ganzes Wochenende voller Einschränkungen? Ja, das bedeutet, dass am 12. Mai Kopenhagener Straße und Parkplatz „Ladestraße“ am Hafen betroffen sind, und am 13. Mai müssen sich die Anwohner auf ganztägige Halteverbote in Neustadt, Heide, Böttcherstraße und Parkplatz „St.-Marien-Kirchhof“ einstellen. Nichts geht mehr am Turnplatz am 13. und 14. Mai – die Filmcrew hat das Sagen.
Ein Blick hinter die Kulissen
„SOKO Wismar“ ist weit mehr als nur eine Krimiserie. Sie ist ein Stück norddeutsches Lebensgefühl, das den Alltag in einem kleinen Polizeirevier zeigt. Kriminalhauptkommissar Jan-Hinrich Reuter (gespielt von Udo Kroschwald) und sein Team ermitteln in einem malerischen Setting. Die Serie wird großteils in Wismar und der umliegenden Ostsee-Region gedreht. Wer schon einmal durch die Altstadt geschlendert ist, kennt die Kulissen nur zu gut: das Polizeigebäude, das tatsächlich die verkleidete Einfahrt der Heilig-Geist-Kirche ist, oder der Marktplatz, der oft als Kulisse dient. Hier, wo die Menschen einen Fischbrötchen genießen, werden die spannendsten Kriminalfälle gelöst.
Im Hafen von Wismar, wo die frische Brise durch die Gassen weht, finden die Ermittler nicht selten ihre grausigen Entdeckungen. Das Wasser plätschert, während die Crew in der Umgebung von Leichen und Hinweisen jagt. Die Rosmarinstraße und die Frische Grube sind weitere beliebte Drehorte – in der Rosmarinstraße wurde zum Beispiel ein Pizzabote in der Folge „Kalte Pizza“ erschlagen. Wer hätte gedacht, dass ein Ort, den man für seine Gemütlichkeit schätzt, so viele dunkle Geheimnisse birgt?
Ein Publikumsmagnet für die Region
Die Serie hat sich einen festen Platz im Herzen der Zuschauer erobert. Mit einer Zuschauerzahl von im Schnitt 4,5 Millionen pro Folge bringt „SOKO Wismar“ nicht nur spannende Unterhaltung, sondern auch frischen Wind in den Tourismus der Region. Wer nach Wismar kommt, um die Schauplätze der Serie zu erkunden, wird schnell feststellen, dass die Stadt viel mehr zu bieten hat als nur Kriminalfälle. Die charmante Altstadt, die Hansegeschichte und die maritimen Köstlichkeiten laden zum Verweilen ein.
Die Dreharbeiten, die sich über mehr als 20 Staffeln erstrecken und über 400 Folgen umfassen, zeigen, dass die Faszination für die Geschichten rund um das Polizeirevier in Wismar ungebrochen ist. Die perfekte Mischung aus Spannung und norddeutscher Gemütlichkeit zieht die Menschen immer wieder in ihren Bann. Wer weiß, vielleicht wird das nächste Verbrechen gerade um die Ecke in der Frischen Grube aufgeklärt, während die Sonne über dem Hafen aufgeht.