Heute, am 10. Mai 2026, wird in Wismar ein ganz besonderes Kunstwerk eingeweiht. Es trägt den Namen „Ballwechsel“ und ist an einer Wand des neuen Sporthallen-Ersatzbaus im Stadtteil Friedenshof zu finden. Die Eröffnung dieser Sporthalle, die Ende März 2026 fertiggestellt wurde, ist ein wichtiger Schritt für die Stadt. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) und die Organisatorin Susanne Gabler sind unter den Anwesenden, die sich gemeinsam mit der Künstlerin Anne Hille und ihrer Kollegin Anett Simon über das Kunstwerk freuen.
Der Entwurf von Anne Hille hat es geschafft, sich gegen zwei weitere Vorschläge in einem Kunst-am-Bau-Wettbewerb durchzusetzen, der durch das Bundesprogramm “Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur” finanziert wurde. Mit einem Budget von 31.500 Euro hat sie eine beeindruckende Fläche von 87 Quadratmetern gestaltet. Dabei hat Hille verschiedene Schnittmuster von Bällen angeordnet – ein kreatives Spiel mit Formen und Farben, das sowohl die Sportlichkeit als auch die kulturelle Vielfalt der Stadt widerspiegelt. „Diese Förderung kommt nicht nur mir, sondern auch der Stadt zugute“, betonte Hille bei der Einweihung.
Kunst im öffentlichen Raum
Es ist nicht das erste Mal, dass Wismar Kunst in ihren Alltag integriert. Kunst im öffentlichen Raum ist ein wachsender Trend, der nicht nur die Straßen, sondern auch die Herzen der Menschen bereichert. Ähnliche Initiativen gibt es in anderen Städten, wie zum Beispiel in Leipzig. Dort wurde die „Strategie und Richtlinie Leipzig // Stadt // Raum // Kunst“ ins Leben gerufen, um die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum zu stärken. Die Idee ist, Kunstformen zu schaffen, die das öffentliche Leben fördern und die Wahrnehmung für lokale Lebensrealitäten schärfen. Es geht darum, Kunst für alle zugänglich zu machen und eine demokratische Kultur zu fördern.
Wismar hat mit der Einweihung von „Ballwechsel“ ein weiteres Kapitel in dieser Geschichte aufgeschlagen. Die Verbindung von Sport und Kunst in der neuen Sporthalle ist ein Zeichen für die lebendige Kultur, die hier herrscht. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt und noch viele weitere Kunstprojekte in der Stadt realisiert werden. Kunst kann die Menschen zusammenbringen – und das ist genau der Punkt, an dem die Magie beginnt.