Heute ist der 9.06.2026 und hier in Waren an der Müritz spürt man bereits den Puls der Zukunft. Die Welt der Telekommunikation ist im Umbruch, und wenn man durch die Straßen schlendert, könnte man fast meinen, die Luft ist erfüllt von der Aufregung über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Satellitenkommunikation.

OQ Technology, ein aufstrebendes Unternehmen mit Sitz in Luxemburg, hat große Pläne. Bis 2028 oder 2029 sollen insgesamt 150 Satelliten im Orbit sein. Das Ziel? Eine kontinuierliche Abdeckung für datenintensive Anwendungen, bei denen man an alles denkt – nur nicht an Streaming von Serien auf dem Sofa. Stattdessen liegt der Fokus auf Kommunikationsmöglichkeiten, die vor allem bei Live-Übertragungen von Drohnen zur Geltung kommen sollen. Qaise, ein Sprecher des Unternehmens, hat bereits angedeutet, dass es möglicherweise eine Zusammenarbeit mit O2 Telefónica geben könnte. Die Bandbreite auf Smartphones wird dabei schätzungsweise zwischen einem und zwei Megabit pro Sekunde liegen – also eher für den schnellen Nachrichtenversand geeignet als für das Binge-Watching der neuesten Netflix-Serie.

Die Konkurrenz schläft nicht

Und während OQ seine Pläne in die Tat umsetzt, bleibt die Konkurrenz nicht untätig. Die Deutsche Telekom hat sich mit dem US-Datendienst Starlink zusammengetan, um ab 2028 Handyempfang in Funklöchern zu ermöglichen. Vodafone hingegen hat ein Gemeinschaftsunternehmen mit AST SpaceMobile gegründet, um ebenfalls den Weltraum-Handyempfang anzubieten. Ein konkreter Starttermin für Deutschland steht jedoch noch in den Sternen.

O2 Telefónica ist da schon einen Schritt weiter. Ab Anfang 2027 werden Tests in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt, um das O2-Netz in der Region Waren an der Müritz mithilfe von Satellitenfunk zu verbessern. Das Besondere? O2 nutzt dabei die normalen Handynetz-Frequenzen, sodass auch herkömmliche Handys ohne Spezialausstattung genutzt werden können. Bisher ist eine Verbindung über Satelliten mit den Netzen der drei Anbieter jedoch nicht möglich, was die Vorfreude auf die kommenden Entwicklungen nur noch größer macht.

Ein Plan mit Weitblick

OQ Technology hat aktuell fünf Satelliten im Orbit und plant, bis Ende 2027 auf insgesamt 48 Satelliten zu wachsen. Die neuen Satelliten, die 2024 starten sollen, sind etwa so groß wie ein Schuhkarton und ermöglichen – im Gegensatz zu den bestehenden Modellen – eine beidseitige Kommunikation. Das könnte die Möglichkeiten, die Satellitenkommunikation bietet, erheblich erweitern und uns näher an die Zukunft bringen, in der auch abgelegene Gebiete nicht mehr von der digitalen Welt abgeschnitten sind.

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Die EU unterstützt OQ Technology nicht nur finanziell, sondern bekräftigt auch die Bedeutung europäischer Unabhängigkeit in der Technologie. Während SpaceX mit seinen Starlink-Diensten bereits rund 10.000 Satelliten im Orbit hat, hebt OQ hervor, dass ihre Satelliten aus Europa betrieben werden und europäische Cloud-Dienste nutzen. Das klingt nicht nur gut, sondern gibt uns auch ein gewisses Gefühl von Sicherheit in einer zunehmend globalisierten Welt.

Die Zukunft des Handynetzes hat begonnen, und wir können nur gespannt beobachten, wie sich die Technologien entwickeln. Ob wir bald in der Lage sind, auch in den entlegensten Ecken des Landes einen Empfang zu haben, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Konkurrenz belebt das Geschäft, und das ist für uns alle ein Gewinn.