In Waren (Müritz wird ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Die St. Marienkirche, ein prächtiges Bauwerk, das seit 800 Jahren die Stadt prägt, feiert ihren runden Geburtstag. Wer hätte gedacht, dass ein so ehrwürdiges Gemäuer schon vor acht Jahrhunderten urkundlich erwähnt wurde? Das muss gefeiert werden! Und zwar mit einer Festwoche, die vom 7. bis 14. Juni von der Kirchengemeinde organisiert wird. Das Motto „800 Jahre und kein bisschen alt“ sagt alles, oder? Es wird ein bunter Strauß an Veranstaltungen rund um die Marienkirche erwartet.

Die Festwoche beginnt am 7. Juni um 9.30 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst, der von Bläsern, der Orgel und einem zauberhaften Glockenspiel begleitet wird. Im Anschluss gibt es eine Kirchenführung – die perfekte Gelegenheit, um die Geheimnisse dieses historischen Gebäudes zu entdecken. Am 9. Juni wird es dann musikalisch: Ein Konzert mit dem Titel „Musik aus acht Jahrhunderten“ bringt die Klänge der Vergangenheit zurück ins Hier und Jetzt, dargeboten von talentierten Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Nach dem Konzert kann man sich auf eine spannende Turm- und Glockenführung freuen – das wird sicher ein Erlebnis!

Vielfalt der Veranstaltungen

Aber das ist noch lange nicht alles. Ein besonders aufschlussreicher Vortrag mit Dr. Anje Neher am Donnerstagabend trägt den Titel „Die Marienkirche – Ort des Lebens“. Hier wird nicht nur die Geschichte der Kirche beleuchtet, sondern auch ihre Rolle als lebendiger Treffpunkt in der Gemeinde. Am Freitagabend erwartet die Besucher ein meditativer Abend unter dem Motto „Lichter & Musik & Lieder zur Nacht“. Wer sich am 13. Juni nach dem Sommerglockenspiel im Garten des Gemeindehauses beim Gemeindefest entspannen möchte, hat ebenfalls die Möglichkeit, sich bei netten Gesprächen und leckerem Essen zu verlieren. Und schließlich findet am 14. Juni der krönende Abschluss der Festwoche statt: Ein musikalischer Festgottesdienst mit Sprengelbischof Tilman Jeremias und anschließendem Steh-Café – das klingt nach einem perfekten Abschluss!

Die St. Marienkirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiges Stück Geschichte. Ihre Architektur und die Geschichten, die sie erzählt, spiegeln die Entwicklung der Region wider. Historische Dorfkirchen wie diese prägen die Landschaft und die Identität Mecklenburg-Vorpommerns. Ihre Bauweise erzählt von Macht, Handel und Frömmigkeit. Die Kirche steht oft erhöht, umgeben von Feldern, Baumalleen und kleinen Seen – ein malerischer Anblick, der die Seele erfreut.

Ein kulturelles Erbe

Die Restaurierung historischer Kirchen ist ein spannendes Thema. Oft wird darüber diskutiert, was bewahrt und was ersetzt werden sollte. Aber die Marienkirche ist mehr als ein Gebäude – sie ist ein kultureller Knotenpunkt, der als Raum für Konzerte, Ausstellungen und Dorffeste dient. Die Geschichten, die sich in ihren Mauern verbergen, sind Teil der Dorfgeschichte und spiegeln die sozialen Strukturen und das Leben der Menschen wider. Kirchenbücher dokumentieren nicht nur religiöse Riten, sondern auch den Alltag, Krankheiten und die Entwicklung der Dorfgemeinschaft.

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Die St. Marienkirche wird also nicht nur gefeiert, weil sie 800 Jahre alt ist, sondern weil sie ein lebendiges Zeugnis der Geschichte ist, das auch weiterhin Geschichten erzählen wird. Die Festwoche bietet die perfekte Gelegenheit, um diesen wunderschönen Ort neu zu entdecken und sich mit der Gemeinschaft zu verbinden. Wer weiß, vielleicht wird die Marienkirche auch in den nächsten 800 Jahren ein Ort der Begegnung und des Lebens sein!