Psychische Gesundheit im Aufwind: Alarmierende Zahlen und neue Perspektiven für Stralsund
Heute ist der 12.06.2026 und ich sitze hier in Stralsund, wo der Wind über die Ostsee weht und die Gedanken über die Gesundheit der Menschen in unserer Region umherschwirren. Die DAK-Studie zeigt einen dramatischen Anstieg der psychisch bedingten Krankmeldungen – um satte 52% in den letzten zehn Jahren. Das hat uns alle aufhorchen lassen. Es ist ein Thema, das uns nicht nur in der Stadt, sondern auch in der gesamten Gesellschaft beschäftigt. Wer könnte ahnen, dass es so viele Fehltage gibt, die durch psychische Erkrankungen verursacht werden? Es ist erschreckend, wenn man bedenkt, dass zwischen 2013 und 2023 die Krankmeldungen von 2,38 Millionen Versicherten ausgewertet wurden und die jüngeren Generationen immer häufiger mit Diagnosen wie Depressionen zu kämpfen haben.
Ein weiteres besorgniserregendes Detail: Die Zunahme kurzfristiger Krankschreibungen trägt zusätzlich zum Anstieg der Fehltage bei. Fragen zur psychischen Belastung im Arbeitsumfeld kommen auf, und die Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer sollten überdacht werden. Wer auf der Suche nach Unterstützung ist, kann sich an die 116117 wenden, um einen Therapeuten zu finden. Und für all jene in der Nähe von Stralsund gibt es gute Nachrichten: Laut Therapie.de sind vier Psychotherapeut:innen mit freien Kassenplätzen im Umkreis von 100 km verfügbar. Die Behandlungsarten reichen von systemischer Therapie über Verhaltenstherapie bis hin zu tiefenpsychologischer Therapie.
Die Zahlen sprechen für sich
Schaut man sich die Zahlen aus dem Psychreport 2025 genauer an, wird die Dimension der Herausforderung noch deutlicher. 2024 erlitten 7% der Erwerbstätigen mindestens eine Krankschreibung aufgrund einer psychischen Erkrankung. Das sind rund 342 Arbeitsunfähigkeitstage auf 100 Versicherte! Ein kleiner Schock, oder? Im Gesundheitswesen, wo wir eigentlich für das Wohl der Menschen sorgen sollten, sind es sogar 476 AU-Tage auf 100 Versicherte. Und das sind nicht nur Zahlen – dahinter stehen Menschen, die leiden und Unterstützung benötigen.
Besonders interessant ist die höhere Anzahl von AU-Tagen bei Frauen mit 431 Fehltagen im Vergleich zu Männern, die 266 Fehltage verzeichnen. Überhaupt sind die durchschnittlichen Krankschreibungsdauer und die Häufigkeit bei älteren Beschäftigten alarmierend. Die Zahl der Fehltage steigt mit dem Alter, und im Gesundheitswesen sowie in der Altenpflege sind die psychisch bedingten Fehltage besonders hoch. Wer hätte gedacht, dass Mitarbeitende in der Kinderbetreuung sogar 586 Fehltage je 100 Versicherte aufweisen? Das ist schon ein ganz schöner Hammer.
Ein Blick in die Zukunft
Wenn wir uns die Entwicklungen ansehen, gibt es auch eine positive Wendung: Während die Zahl der kurzen Krankschreibungen (1-3 Tage) um 6,3% gestiegen ist, gibt es einen Rückgang bei den langen Krankschreibungen (über 42 Tage) um 2,5%. Vielleicht ist das ein Zeichen, dass wir durch die zunehmende Sensibilisierung für psychische Gesundheit und die Förderung von Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) etwas bewirken können. Die DAK-Gesundheit empfiehlt dies ausdrücklich als präventive Maßnahme.
In Anbetracht all dieser Informationen wird klar, dass wir alle gefordert sind – als Gesellschaft, als Arbeitgeber und als Freunde. Es braucht mehr denn je ein offenes Ohr und eine bereitwillige Hand, um Betroffenen zu helfen. Darum sollten wir uns gemeinsam auf den Weg machen, um die psychische Gesundheit zu stärken und die Herausforderungen, die uns begegnen, nicht aus den Augen zu verlieren. Es liegt an uns, diese Themen anzugehen und die Betroffenen nicht allein zu lassen.
