Heute ist der 28.05.2026 und wir blicken mit großer Vorfreude auf die Eröffnung einer ganz besonderen Sonderausstellung im Deutschen Meeresmuseum Stralsund. Anlässlich des 75. Geburtstags des Museums wird die Ausstellung „Otto Dibbelts Traum vom Natur-Museum“ präsentiert. Ein Blick in die Vergangenheit, der nicht nur das Herz von Naturfreunden höher schlagen lässt, sondern auch die Geschichte eines Mannes, der das Museum, wie wir es heute kennen, maßgeblich geprägt hat.

Professor Otto Dibbelt, geboren 1881 in Stralsund, war der visionäre Gründer des „Natur-Museums“, das er am 24. Juni 1951 ins Leben rief. Mit einer unermüdlichen Leidenschaft für naturwissenschaftliche Wissensvermittlung führte er das Museum fünf Jahre lang, bis zu seinem Tod im Mai 1956. Der Kurator der Ausstellung, Peter Danker-Carstensen, hebt hervor, wie wichtig Dibbelt das Engagement für die Jugend war – er wollte, dass die jungen Besucher die Wunder der Natur hautnah erleben konnten. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie er durch die Hallen des Museums ging und seine Faszination für Insekten, Skelette und Seekarten mit den Kindern teilte.

Eine Reise durch die Sammlungen

Die Ausstellung bietet eine spannende Gelegenheit, einige der Exponate zu sehen, die Dibbelt selbst aus seinen privaten Sammlungen zusammengetragen hat. Viele davon wurden bisher noch nie öffentlich präsentiert! Darunter befinden sich nicht nur Insekten und Mollusken, sondern auch Säugetier-Skelette und astronomische Instrumente. Es ist wirklich beeindruckend, wie Dibbelt die Vielfalt der Natur in seiner Sammlung dargestellt hat, darunter auch ein besonders kurioses Stück: der weiße Maulwurf vom Hof seines Vaters!

Die Eröffnung der Ausstellung im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen, wo Dibbelt 1951 seine erste Natur-Ausstellung veranstaltete, ist ein nostalgischer Rückblick auf die Anfänge des Museums. Es ist erstaunlich, wie sich aus diesem kleinen Natur-Museum im Laufe der Zeit das große Deutsche Meeresmuseum mit seinen vier Standorten entwickelt hat: MEERESMUSEUM, OZEANEUM, NATUREUM und NAUTINEUM. Diese Entwicklung ist ein Zeugnis für die Vision und den Einsatz von Menschen wie Dibbelt, die die Liebe zur Natur weitergeben wollten.

Ein Erbe, das bleibt

Die Sonderausstellung wird bis Ende des Jahres zu sehen sein und bietet nicht nur einen Einblick in die faszinierenden Sammlungen von Dibbelt, sondern auch in die Entwicklung des Deutschen Meeresmuseums. Ein Besuch lohnt sich allemal, denn wer weiß, vielleicht entdeckt man dabei ein Stück seiner eigenen Kindheit oder wird inspiriert, die Wunder der Natur zu erforschen. Dibbelt hat uns ein Erbe hinterlassen, das bis heute lebendig ist und uns zeigt, wie wichtig es ist, die Schönheit und Vielfalt unserer Umwelt zu schätzen.

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