Heute ist der 20. Mai 2026, und in Stralsund wird ein ganz besonderer Abend eingeläutet. Das ZDF hat sich etwas ganz Einzigartiges einfallen lassen, um den verstorbenen Schauspieler Alexander Held zu ehren. Am 12. Mai 2026 verstarb Held im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit. Ein Verlust, der nicht nur seine Kollegen, sondern auch die Zuschauer tief getroffen hat.
Um ihm die letzte Ehre zu erweisen, zeigt das ZDF heute Abend um 20:15 Uhr die Folge „München Mord: Das Kamel und die Blume“. In dieser Episode, die ursprünglich 2021 ausgestrahlt wurde, erleben wir das Ermittlertrio Ludwig Schaller, gespielt von Held, zusammen mit Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) in einer Schrebergartensiedlung. Die Geschichte dreht sich um eine manipulierte Gasleitung, die zu einer gewaltigen Explosion führt. Kommissarin Flierl gerät dabei über eine Internet-Datingplattform in Schwierigkeiten – also ganz nach dem Motto: Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Ein Blick auf Helds Karriere
Alexander Held war seit 2013 als Kriminalhauptkommissar Ludwig Schaller Teil des „München Mord“-Ensembles und trat in 22 Folgen auf. Seine Kollegen, darunter Heerwagen und Mittermeier, haben sich auf Instagram von ihm verabschiedet, und das lässt uns nicht kalt. Man spürt die Verbundenheit, die über die Dreharbeiten hinausgeht. Es wird auch nicht vergessen, dass Held in der Krimireihe „Stralsund“ seit 2010 den Kriminalhauptkommissar Karl Hidde verkörperte. Am Dienstagabend zeigte ZDFneo zwei Folgen dieser Reihe – ein weiterer bewegender Abschied.
Doch damit nicht genug! Es sind noch drei weitere Krimis mit Held in der Warteschleife: zwei Folgen von „München Mord“ und der letzte „Stralsund“-Film mit dem Arbeitstitel „Dunkle Tiefen“. Wie schade, dass wir diese Meisterwerke nicht mehr mit ihm erleben können. Frank Zervos, der Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I, würdigte Helds schauspielerische Fähigkeiten und sprach von einem großen Verlust. Held begann seine Karriere an großen deutschsprachigen Bühnen und war auch international zu sehen, etwa in „Schindlers Liste“ (1993). Ein bemerkenswerter Auftritt, der ihm viele Türen öffnete.
Ein großer Verlust für die TV-Welt
Seine Filmografie ist beeindruckend: Neben „Schindlers Liste“ sieht man ihn auch in Filmen wie „Der Untergang“ (2004), „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (2005) und „Der Baader Meinhof Komplex“ (2008). Im Fernsehen glänzte er in Produktionen wie „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ und „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“. 2014 wurde er mit dem Bayerischen Fernsehpreis als bester Schauspieler ausgezeichnet, und 2023 erhielt er den Ehrenpreis beim Deutschen Fernsehkrimi-Festival. Was für eine Karriere!
Die deutsche Fernsehlandschaft hat viele erfahrene Ermittler hervorgebracht, die ein fester Bestandteil der Krimireihen sind. Da ist Maria Furtwängler, die seit 2002 die Kommissarin Charlotte Lindholm im „Tatort“ spielt, und Max Müller, der seit 2001 in „Die Rosenheim-Cops“ ermittelt. Armin Rohde, Melanie Marschke und Marco Girnth sind ebenfalls seit vielen Jahren in der ZDF-„Nachtschicht“ und „SOKO Leipzig“ aktiv. Diese Kommissare prägen das deutsche Fernsehen, und Held war ein wichtiger Teil dieser Familiengeschichte der Kriminalfilme.
Alexander Held wird uns fehlen – nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Mensch. Sein Talent und seine Leidenschaft werden in den Herzen der Zuschauer und seiner Kollegen weiterleben. Wir schauen heute Abend auf das ZDF und gedenken eines großen Schauspielers, dessen Stimme und Lächeln uns immer in Erinnerung bleiben werden.