Am 2. Juni 2026 um 10:00 Uhr ist es wieder so weit: Im Foyer des Rathauses von Stralsund findet der nächste Wechsel in der beliebten Ausstellungsreihe „Kunst im Rathaus“ statt. Der Titel der neuen Schau, „Backstein trifft Stahl“, könnte nicht passender sein, wenn man bedenkt, dass die Stadt selbst ein Schmelztiegel aus historischer Architektur und moderner Industrieästhetik ist. Die Fotografie von Christin Dukes, die in den Dimensionen 60 x 80 Zentimeter daherkommt, wird den Besuchern einen frischen Blick auf den Kontrast zwischen der Backsteinkultur und den Stahlstrukturen der Gorch Fock I bieten. Es ist, als ob die Bilder Geschichten erzählen – Geschichten der Wandelbarkeit, die Stralsund so gut verkörpert.
Die talentierte Stralsunder Fotokünstlerin Christin Dukes hat sich in der letzten Zeit einen Namen gemacht. Ihre Arbeiten sind bekannt für ihre farbintensiven und atmosphärischen Aufnahmen. Mit ihrem iPhone fängt sie Momente ein, die oft mehr Bedeutung haben als jede inszenierte Szenerie. „Das Gefühl für den richtigen Moment ist wichtiger als die perfekte Inszenierung“, sagt sie selbst – und das merkt man ihren Bildern an. Wer die Chance verpasst, ihre Werke zu sehen, hat Pech gehabt, denn sie hat bereits mehrere Ausstellungen hinter sich, darunter 2025 in der St. Marienkirche und 2026 in der Galerie im Wintergarten, C. Stabenow. Ab dem 3. Juli 2026 wird sie auch im Café Kelm in Stralsund ausstellen und ihre jährlichen Stralsund-Kalender präsentieren, die die Stadt aus ganz neuen Perspektiven zeigen.
Kunst im öffentlichen Raum
Die Reihe „Kunst im Rathaus“ hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2010 einen festen Platz in der Stralsunder Kulturlandschaft erobert. Ziel ist es, Kunst im öffentlichen Raum zugänglich zu machen und regional geprägte Werke zu präsentieren. Aktuell kann man die Ausstellung „Fishing Trawler (Stralsunds goldene Zeiten)“ von Dr. Randolph H. Wolf bewundern, die die maritime Geschichte der Stadt thematisiert. Wolf, der seit vielen Jahren in Stralsund lebt und arbeitet, hat eine Ausbildung am Columbus College of Art and Design genossen und kombiniert in seinen Werken verschiedene Techniken. Seine Arbeiten reflektieren nicht nur die Geschichte, sondern auch die Struktur und Bewegung des Lebens in Stralsund.
Die aktuelle Ausstellung von Dukes wird nicht nur den Raum im Rathaus beleben, sondern auch die Gespräche unter den Besuchern anregen. Kunst kann so viel bewirken! Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie unterschiedliche Künstler ihre Sicht auf die Welt teilen. Das Foyer des Rathauses, das die Werke der Künstler präsentiert, öffnet seine Türen von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 18:00 Uhr, und der Eintritt ist frei. Ein wunderbares Angebot, um in die Welt der Kunst einzutauchen, ohne seinen Geldbeutel zu strapazieren.
Eine Künstlerin mit vielen Facetten
Und während wir von Christin Dukes sprechen, dürfen wir Monika Ortmann nicht vergessen. Diese vielseitige Künstlerin überrascht mit bis zu zwölf Ausstellungen und Performances pro Jahr – sowohl im Inland als auch im Ausland. Ihr Atelier in Wittenhagen/Vorpommern Rügen, das in einem unauffälligen Reihenhaus versteckt ist, ist voll von kreativen Materialien. Dort transformiert sie alltägliche Dinge wie Nylonstrumpfhosen in Skulpturen, die mit Stahlreifen gedehnt und bearbeitet werden. Ihre Arbeiten sind nicht nur visuell ansprechend, sie tragen auch eine gesellschaftskritische und feministische Botschaft in sich.
Besuche in ihrem Atelier sind etwas ganz Besonderes. Man trifft sie dort, umgeben von Papiercollagen, kleinen Kunstwerken aus Knöpfen und jeder Menge Materialien, die nur darauf warten, verwendet zu werden. Ein Kleid aus gesponnenem und gestricktem Papier sowie Zeitungspapierstreifen ist nur eines der vielen Projekte, die sie in ihrem kleinen Gartenhaus realisiert hat. Nach einem inspirierenden Atelierbesuch endet man oft mit einer Tasse Kaffee und tiefgründigen Gesprächen – ein herzliches Erlebnis, das die Seele nährt.
Die Kunstszene in Stralsund ist also lebendig und vielfältig. Von den eindrucksvollen Fotografien von Christin Dukes bis zu den skulpturalen Arbeiten von Monika Ortmann – hier gibt es immer etwas zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!