Sternberg im Spotlight: Luxusleben und Skandale im Landratsamt
Heute ist der 12.06.2026 und wir werfen einen Blick auf die neuesten Aufregungen rund um Landrat Stefan Sternberg (SPD) aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Nachrichten über ihn kommen nicht gerade aus dem Bereich der guten Nachrichten. Man könnte fast meinen, er hat eine Vorliebe für das Skandalöse entwickelt.
Vor wenigen Tagen kam heraus, dass Sternberg dienstliche Verbindungen für private Geschäfte nutzt. Ja, richtig gehört! Im Landratsamt ließ er Design-Lampen des Münchener Herstellers Occhio installieren und erhielt anschließend einen Rabatt auf eine Lampe für sein eigenes Zuhause. Diese Lampe, die ursprünglich 1.800 Euro kosten sollte, wurde über einen Mitarbeiter bestellt, der für Sternberg verhandelte und dabei einen Rabatt von rund 500 Euro rausholte. Der Vorgang – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – lief über Sternbergs dienstliche E-Mail-Adresse. Und das alles, während sein Büro im Landratsamt mit Lampen im Wert von über 16.000 Euro ausgestattet wurde! Man fragt sich, ob er sich nicht vielleicht etwas zu sicher gefühlt hat.
Luxus auf Steuerzahlerkosten
Doch das ist noch nicht alles. Der Landrat steht auch wegen seiner luxuriösen Hotelübernachtungen in der Kritik. 4.200 Euro für drei Nächte im „Tortue“ in Hamburg – das klingt fast schon nach Urlaub auf Steuerzahlerkosten. Und während andere Landräte in Mecklenburg-Vorpommern mit Audi-A8-Hybriden unterwegs sind, fährt Sternberg einen Dienstwagen, der stolze 126.500 Euro gekostet hat. Ein Wagen mit 489 PS, der von einem persönlichen Fahrer gesteuert wird. Das lässt einen schon etwas schmunzeln, oder? Die Grüne Kreistagsfraktion hat bereits lautstark auf die Notwendigkeit eines umweltfreundlicheren Modells hingewiesen. Aber Sternberg verteidigt seine Entscheidung mit der Notwendigkeit, die Mobilität im Landkreis sicherzustellen – besonders bei möglichen Stromausfällen. Ein nachvollziehbarer, aber doch etwas seltsamer Grund.
Die Diskussion um die Hotelübernachtungen hat die Welle der Kritik erst richtig ins Rollen gebracht. Der Hamburger Bund der Steuerzahler sorgt sich, dass ein Drittel der Vollzeitbeschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern weniger als 2.700 Euro brutto im Monat verdient. In Anbetracht dessen ist es natürlich schwer zu verstehen, wie man so viel Geld für Hotelaufenthalte ausgeben kann. Der Bund der Steuerzahler fordert Sternberg auf, Informationen über weitere teure Hotelaufenthalte nach 2023 offenzulegen – und das mit gutem Grund!
Die rechtlichen Implikationen
Und dann ist da noch die rechtliche Seite der Dinge. Prof. Till Zimmermann, ein Strafrechtler, bezeichnet den Vorgang rund um die Lampe als problematisch. Vielleicht sogar als Vorteilsannahme – was, wie wir wissen, im schlimmsten Fall eine Straftat darstellen könnte. Während die Fristen möglicherweise verjährt sind, könnte Sternberg dennoch dienstrechtliche Konsequenzen drohen. Transparency International hat bereits Bedenken geäußert, was den Anschein von Korruption und die Vorbildfunktion des Landrats angeht. So ganz ohne Zweifel ist die Situation nicht.
Sternbergs Pressestelle hat auf Anfragen zu seinem privaten Lampenkauf eher ausweichend reagiert und verwies immer wieder auf seine private Bestellung. Ein Interview wollte er nicht geben, was die ganze Sache nur noch mysteriöser macht. Und während die Wogen auf den sozialen Medien hochschlagen, betont CDU-Spitzenkandidat Peters, dass dieser Vorfall ein „Skandal“ sei und fordert eine klare Stellungnahme von SPD-Landesvorsitzenden Schwesig. Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze weiterentwickelt.
Das alles wirft ein Licht auf die Fragestellungen rund um die Verwendung öffentlicher Mittel und die Verantwortung von Amtsträgern. In einer Zeit, in der viele Menschen um jeden Euro kämpfen müssen, könnte man sich weniger Luxus und mehr Bescheidenheit wünschen. Aber vielleicht hat Sternberg einfach einen anderen Blick auf die Dinge. Oder er denkt, dass das alles nur ein Sturm im Wasserglas ist.
