Heute ist der 1.05.2026, und in Schwerin stehen spannende Entwicklungen auf dem Programm. Die Pläne für die Landesgartenschau 2035 nehmen Formen an, und die Vorfreude ist bereits spürbar. Unter dem Motto „Miteinander – Erbe bewahren – Wandel gestalten“ soll das KIW Vorwärts-Gelände sowie der alte Güterbahnhof zu neuen urbanen Quartieren und Begegnungsstätten revitalisiert werden. Ziel ist es, diese zentralen Potenzialflächen für innerstädtischen Wohnungsbau zu nutzen und die Stadtentwicklung voranzutreiben.

Die Idee zum Projekt stammt vom Verein Pro Schwerin und wurde nach der Ernennung Schwerins zum Welterbe geboren. Die Unterstützung seitens des Landes ist bereits gegeben, und eine Absichtserklärung (Letter of Intent) soll möglichst vor der Landtagswahl im Herbst unterzeichnet werden. Diese Erklärung würde die Landesregierung verpflichten, die notwendigen Fördermittel anzuerkennen und die Kosten in der Haushaltsplanung für Mecklenburg-Vorpommern zu berücksichtigen. Die geschätzten Gesamtkosten für die Landesgartenschau belaufen sich auf über 80 Millionen Euro, wobei 10 Millionen Euro für Unvorhergesehenes eingeplant sind.

Machbarkeitsstudie und Besucherzahlen

Nach der Unterzeichnung des Letters of Intent wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Kosten auf 250.000 Euro geschätzt werden. Diese Studie soll aus dem städtischen Haushalt finanziert werden, wobei Unterstützung von verschiedenen Seiten erhofft wird. Der Baudezernent Bernd Nottebaum (CDU) bekräftigte, dass er das „Buga-Wunder“ von 2009 in Schwerin wiederholen möchte, und erhofft sich, dass die Landesgartenschau bis zu 440.000 Besucher anziehen wird.

Das Projekt umfasst auch die Umgestaltung des gesamten Stadt-Umland-Raums, mit einer besonderen Berücksichtigung des Zippendorfer Strands, des Freilichtmuseums und des Schloss- und Landschaftsparks Raben Steinfeld. Zudem sollen die Schwimmende Wiese und der Küchengarten denkmalgerecht aufgewertet werden. Die Idee ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und soziale Begegnungsstätten zu etablieren.

Herausforderungen und Anwohnerbeteiligung

Die Zustimmung der Stadtvertretung ist eine Voraussetzung, bevor der Letter of Intent unterzeichnet werden kann. Eine Entscheidung darüber soll bis Ende Juni getroffen werden. In diesem Kontext äußerte SPD-Stadtvertreter Daniel Alff Kritik bezüglich der Einbeziehung der Ortsteilvertretungen. Der Oberbürgermeister plant jedoch, die Ortsteilvertretungen innerhalb von zwei Wochen zu kontaktieren, um eine breite Beteiligung zu gewährleisten.

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Die 50-seitige Projekt-Skizze, die die Pläne detailliert beschreibt, soll ebenfalls Ende Juni von der Stadtvertretung beschlossen werden. Anwohner dürfen sich auf günstige Dauerkarten freuen, um die Landesgartenschau optimal genießen zu können.

Die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2035 in Schwerin sind also in vollem Gange. Mit der richtigen Unterstützung und einem klaren Plan könnte dieses Projekt nicht nur die Stadt verschönern, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leisten.