Am 6. März 2026, nur zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag, wurden in Rostock bemerkenswerte Frauen geehrt. Unter den Gästen war auch die strahlende Birgit Waniorek, die den Titel „Frau des Jahres 2026“ erhielt. Diese Auszeichnung wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 2019 verliehen, um den unermüdlichen Einsatz von Frauen in der Gesellschaft zu würdigen. In einer festlichen Atmosphäre, die von rund 300 Gästen aus Politik, Ehrenamt und Gesellschaft geprägt war, überreichte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) den Preis an Waniorek, die sich beim Arbeiter-Samariter-Bund Süd-West-Mecklenburg engagiert.
Waniorek, die als Ausbildungsleitung für die Breitenausbildung im Bevölkerungsschutz arbeitet, hat sich nicht nur für die Ausbildung von Sanitätern eingesetzt, sondern auch für die Sichtbarkeit von Frauen im Ehrenamt. Ihre Stimme ist eine klare Botschaft: Frauen müssen in Führungspositionen und im Katastrophenschutz präsenter sein. „Es ist an der Zeit, die Arbeit von Frauen sichtbarer zu machen“, betonte sie, während die Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt (Die Linke) ihre Verdienste lobte. Das Engagement von Waniorek fördert das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und zeigt, wie wichtig es ist, dass alle Menschen – unabhängig von Geschlecht – Verantwortung übernehmen können.
Engagement für die Gemeinschaft
Was Waniorek besonders auszeichnet, ist ihr unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft. Sie organisiert Schulungen in Erster Hilfe und Krisenvorsorge und hat sogar einen Weltrekordversuch in der Reanimation ins Leben gerufen. Bei dieser Aktion, an der 251 Menschen teilnahmen und die 50 Stunden dauerte, wurde nicht nur ein Weltrekord aufgestellt, sondern auch ein wichtiges Ziel verfolgt: den Menschen die Angst vor Erster Hilfe zu nehmen. „Jeder kann helfen, wenn es darauf ankommt!“, könnte man sagen, wenn man ihre Motivation zusammenfasst.
Das von ihr mit aufgebaute EHSH-Team wurde zudem als „Freiwillige des Monats“ ausgezeichnet – eine weitere Bestätigung für den wertvollen Beitrag, den sie leistet. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig es ist, dass Menschen sich für die Gesellschaft stark machen und Verantwortung übernehmen. Dr. Uwe Martin Fichtmüller, der Hauptgeschäftsführer des ASB, hob Wanioreks Einsatz für den Bevölkerungsschutz hervor und unterstrich, wie sehr ihr Wirken das Leben vieler Menschen positiv beeinflusst.
Ein Zeichen für Gleichstellung und Engagement
Die Ehrung von Birgit Waniorek vor dem Internationalen Frauentag ist mehr als nur eine Auszeichnung – sie ist ein Zeichen für die Gleichstellung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es wird immer wichtiger, Frauen in ihren Rollen zu unterstützen und sichtbar zu machen. Bei solchen Anlässen wird deutlich, dass die Gesellschaft auf dem richtigen Weg ist, auch wenn noch viele Herausforderungen vor uns liegen. Der Frauentagsempfang in der Hochschule für Musik und Theater Rostock war ein lebendiges Beispiel dafür, wie Gemeinschaft, Engagement und die Würdigung von Leistungen zusammenkommen können, um den Wandel voranzutreiben. Das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, war spürbar – und das ist vielleicht das schönste Geschenk, das man an einem solchen Tag machen kann.