Der Leuchtturm am Kap Arkona, ein markantes Wahrzeichen in Mecklenburg-Vorpommern, bleibt für die Besucher leider länger geschlossen als ursprünglich geplant. Die Sanierungsarbeiten, die bereits seit Anfang September 2022 im Gange sind, verzögern sich weiter. Derzeit kann das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee keinen verbindlichen Fertigstellungstermin nennen. Statt wie angedacht im April zu öffnen, müssen sich Interessierte nun auf eine Verzögerung von etwa sechs bis sieben Wochen einstellen.
Die Gründe für diese unerfreuliche Situation sind vor allem die witterungsintensiven Bedingungen, die insbesondere im Februar die Bauarbeiten stark beeinträchtigt haben. Der Leuchtturm, der 1905 in Betrieb genommen wurde und als unter Denkmalschutz stehendes Seezeichen fungiert, benötigt umfassende Sanierungsarbeiten. Dazu gehören sowohl Stahlbau- als auch Mauerwerksarbeiten, die insgesamt mit mindestens 500.000 Euro veranschlagt sind.
Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen
Die letzte umfassende Sanierung des Kap Arkona Leuchtturms fand im Jahr 1991 statt. Jetzt wird das zweitälteste Leuchtfeuer an der deutschen Ostseeküste nicht nur äußerlich, sondern auch im Inneren saniert. So müssen Teile des Mauerwerks erneuert und das Laternenhaus neu beschichtet werden. Auch das Dach des Turms erhält ein neues Gewand, um die Langlebigkeit des Denkmals zu sichern.
Die Sanierungsmaßnahmen sind notwendig, um die Funktionalität des Leuchtturms als Seezeichen für die Schifffahrt zu gewährleisten. Neben dem Leuchtturm steht der Schinkelturm, der 1828 in Betrieb genommen wurde und heute nicht mehr als Seezeichen genutzt wird, sondern vor allem ein beliebtes Fotomotiv für Touristen darstellt.
Denkmalschutz und Förderungen
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz spielt eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung solcher historischen Bauwerke. Jährlich werden bis zu 600 Sanierungsprojekte in Deutschland gefördert, mit einem jährlichen Fördervolumen von rund 20 Millionen Euro. Über 7.500 Denkmäler konnten bereits unterstützt werden, darunter Kirchen, Schlösser, historische Gärten und auch bedeutende technische Denkmäler. Eine ehrenamtliche wissenschaftliche Kommission aus Denkmalexperten berät die Stiftung bei der Auswahl der Projekte.
Für den Leuchtturm Kap Arkona zeigt sich hier ein wichtiges Beispiel für den Erhalt unserer Kulturgeschichte. Die Sanierungsarbeiten sind nicht nur eine Investition in die Zukunft des Leuchtturms, sondern auch in die maritime Tradition der Region. Es bleibt zu hoffen, dass die Bauarbeiten bald abgeschlossen werden und der Leuchtturm wieder für die Besucher zugänglich ist, damit sie die beeindruckende Aussicht von der Plattform genießen können.