Ein ganz besonderer Nachmittag steht vor der Tür! Am Donnerstag, den 21. Mai, zwischen 14 und 17 Uhr, lädt der Förderkreis des Schifffahrtsmuseums Rostock zum Tag der offenen Bootswerft ein. Eine wunderbare Gelegenheit, um die historische Bootswerft im IGA-Park, direkt gegenüber dem Schifffahrtsmuseum, zu besuchen. Das Beste daran? Die Besucher haben die Chance, in die faszinierende Welt der traditionellen Handwerkskunst einzutauchen und dabei das ein oder andere Geheimnis des Bootsbauens zu entdecken.
Hier wird ehrenamtliches Engagement großgeschrieben. Engagierte Hände zeigen ihr Können in den Bereichen historischer Bootsbau, Schmiedekunst und Reepschlagen. Wer sich für die Kunst des Bootemachens interessiert, kann dabei zusehen, wie aus einem Stück Holz ein prächtiges Segelboot entsteht. Vielleicht läuft einem auch die „Oll Stromer“ oder „Dwarskopp“ über den Weg – zwei beeindruckende Segelboote, die zur Besichtigung bereitstehen. Und für die Freunde des Motorsports gibt es auch das Motorboot „Macker“ zu bestaunen.
Mitstreiter und Mitsegler gesucht
Doch das ist noch nicht alles! Der Förderkreis ist auf der Suche nach Mitstreitern und Mitseglern für die Bootswerft und das Schifffahrtsmuseum. Wer Lust hat, die Pflege der Boote zu unterstützen oder an Regatten teilzunehmen, ist hier genau richtig. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden und aktiv am Erhalt dieses alten Handwerks mitzuwirken.
Natürlich darf auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Bei Grillwurst, frisch gebrühtem Kaffee und hausgemachtem Kuchen kann man ins Gespräch kommen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Und keine Sorge, wer spontan vorbeischauen möchte, ist herzlich eingeladen! Eine Anmeldung per E-Mail ist zwar möglich, aber nicht zwingend nötig.
Ein Blick über die Grenzen
Das Handwerk des Bootsbaus hat eine lange Tradition, die nicht nur in Rostock, sondern auch auf Usedom stark verwurzelt ist. Hier wird der traditionelle Holzbootsbau, der bereits im 18. Jahrhundert mit der Herstellung von Fischerkähnen und Jollen begann, bis heute gepflegt. Trotz der Dominanz der modernen Kunststoffindustrie gibt es kleine Werften und leidenschaftliche Bootsbauer, die dieses alte Gewerbe am Leben halten.
Der Bau eines Holzbootes ist ein Prozess, der viel Zeit und Hingabe erfordert. Von der Auswahl des Holzes, über die Kiellegung bis hin zur Beplankung – jeder Schritt ist ein Zeugnis der Handwerkskunst. Und das Ergebnis? Ein einzigartiges Holzboot, das nicht nur für seine Schönheit geschätzt wird, sondern auch für seine Nachhaltigkeit und Wartungsfreundlichkeit. Immer mehr Segler, Historiker und Umweltfreunde entdecken die Vorzüge dieser traditionellen Boote.
Ob bei einem Besuch einer Werft, einem Tag der offenen Tür oder einem Bootsbau-Workshop – die Begeisterung für den Holzbootsbau ist ansteckend. Hier wird Geschichte lebendig, und der Geist der Küstenbevölkerung, der eng mit der Fischerei und dem Leben am Wasser verbunden ist, wird spürbar. Seid dabei, wenn am 21. Mai die Tore der Bootswerft öffnen und taucht ein in diese faszinierende Welt!