Es war ein spannender Abend für die Rostock Seawolves, aber leider nicht der, den sich die Fans erhofft hatten. Am 14. Mai 2026 traten die Seawolves im Play-in-Spiel gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier an und verloren mit 69:76. Damit haben sie in dieser Saison die Play-offs der Basketball-Bundesliga verpasst. In der Hauptrunde landeten die Seawolves auf dem neunten Platz, was sie in ihrer vierjährigen Bundesliga-Geschichte zum ersten Mal in die missliche Lage brachte, nicht in die entscheidenden Spiele um die Meisterschaft einzuziehen.

Das Spiel begann ausgeglichen; nach dem ersten Viertel stand es 24:24. Beide Teams zeigten sich treffsicher von der Dreipunktlinie. Ein Highlight war der Alley Oop von Owen Klassen, der Rostock kurzzeitig mit 28:24 in Führung brachte. Doch die Freude währte nicht lange. Die Gladiators, die in der Hauptrunde das offensiv gefährlichste Team waren, zogen wieder davon. Zur Halbzeit lagen die Seawolves mit 43:47 zurück.

Die letzten Minuten

Im Schlussviertel schien es, als könnten die Seawolves das Ruder noch herumreißen. 2:54 Minuten vor dem Ende stand es nur 69:71. Doch die Nerven versagten in der entscheidenden Phase. Trier nutzte die Freiwürfe und schloss das Spiel ab, während die Seawolves nicht mehr punkten konnten. Erfolgreichster Spieler der Rostocker war TJ Crockett Jr., der mit 22 Punkten glänzte. Doch am Ende half das alles nichts; die Enttäuschung war groß.

Für Rostock wird es jetzt erst einmal darum gehen, die Saison zu verarbeiten. Dominic Lockhart, ein Guard der Seawolves, äußerte sich dennoch positiv über die letzten Spiele der Saison. Immerhin hatten die Seawolves in den letzten vier Partien einen Aufwärtstrend gezeigt und hatten sogar die Gladiators im Rückspiel der Hauptrunde mit 118:103 besiegt.

Rasta Vechta und die anderen norddeutschen Teams

Von den fünf norddeutschen Clubs schaffte es nur Rasta Vechta, in die Play-offs einzuziehen. Sie treffen im Viertelfinale auf Alba Berlin, das erste Spiel wird am Sonntag um 18:30 Uhr ausgetragen. Die Fans in Vechta hoffen auf eine Überraschung, während in Rostock die Fahnen auf Halbmast wehen.

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Ein weiterer Umbruch steht bevor: Der Headcoach von Rasta Vechta, Spasic, wechselt nach Osteuropa, und die Suche nach einem Nachfolger hat begonnen. Ein frischer Wind könnte vielleicht auch den Seawolves gut tun, um in der nächsten Saison wieder ganz oben anzugreifen.

Die lange Reise von Rostock nach Trier betrug 750 Kilometer und dauerte mindestens 10 Stunden. Ein echter Kraftakt, der durch die verpassten Play-offs noch schwerer wiegt. Die Seawolves haben in dieser Saison 83,8 Punkte im Schnitt erzielt, aber auch die schlechteste Trefferquote aller 18 BBL-Teams gehabt – 42,1%. Das wird sich ändern müssen, wenn sie in der kommenden Saison wieder angreifen wollen.

Eine neue Saison beginnt bald. Hoffen wir, dass die Seawolves die richtige Richtung finden und den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen können. Die Fans werden es ihnen danken, und vielleicht sehen wir schon bald wieder packende Spiele in der Rostocker Arena!