Heute ist der 6.06.2026 und in Rostock wird es bunt! Anlässlich des Stadtgeburtstags, der ja bekanntlich am 24. Juni 1218 stattfand, wird die Innenstadt zum Schauplatz einer faszinierenden Schaufensterausstellung mit dem Titel „Die Innenstadt im Wandel der letzten 150 Jahre“. Historische Fotos, die in den Schaufenstern der Rostocker Geschäfte zu sehen sind, erzählen Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Man stelle sich vor: Bilder aus dem 19. Jahrhundert, die den Alltag der Menschen in Rostock während der DDR widerspiegeln. Ein echtes Zeitzeugnis, das uns alle in eine andere Welt entführt!

Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger von der Partei Die Linke hat die Bedeutung dieser Ausstellung eindringlich betont. Sie ist nicht nur eine Erinnerung an die eigene Stadtgeschichte, sondern auch ein Zeichen für die Verbundenheit der Rostocker mit ihrer Stadt. Immerhin sind insgesamt 16 Geschäfte und Institutionen an dieser dezentralen Ausstellung beteiligt. Die Ausstellungsorte sind vielfältig: vom Neuen Markt über die Kröpeliner Straße bis hin zum Universitätsplatz und sogar ein Fahrgastschiff im Stadthafen! Da gibt es viel zu entdecken!

Ein Blick in die Vergangenheit

Die gezeigten Fotos stammen aus der beeindruckenden Sammlung des Stadtarchivs, dem Kulturhistorischen Museum und sogar von privaten Sammlungen. Sie zeigen nicht nur die baulichen Veränderungen der Stadt, sondern auch die kleinen und großen Geschichten der Menschen, die hier lebten und arbeiteten. Ein bisschen Nostalgie liegt in der Luft, wenn man an den Schaufenstern vorbeigeht und die Geschichten hinter den Bildern erahnt.

Die Ausstellung läuft bis Ende Juni 2026 – perfekt, um in Ruhe durch die Straßen zu schlendern und in Erinnerungen zu schwelgen. Aber auch für die, die neu in Rostock sind, ist dies eine wunderbare Gelegenheit, die Entwicklung der Stadt nachzuvollziehen und ihre Wurzeln zu entdecken. Wusstet ihr, dass die slawische Siedlung an der Warnow einst Rastokŭ hieß, was so viel wie „Auseinanderfließen eines Stromes“ bedeutet? Eine interessante Herkunft, die uns die Verbindung zur Natur und dem Wasser vor Augen führt.

Im 13. Jahrhundert, genauer gesagt 1218, verlieh der Mecklenburger Fürst Heinrich Borwin I. Rostock die Stadtrechte. Und die Stadt wuchs – mit einer Mittel- und einer Neustadt, die sich 1265 vereinigten. Um den florierenden Handel und den damit verbundenen Reichtum zu schützen, wurde eine mächtige Mauer errichtet, die bis zu sieben Meter hoch und drei Kilometer lang war. Von den einst 22 Toren existieren bis heute immerhin noch vier. Ein kleines Stück Geschichte, das uns die Größe und Bedeutung der Stadt vor Jahrhunderten verdeutlicht.

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Rostock war nicht nur ein wichtiger Partner im Handelsbündnis der Hanse, sondern auch ein Ort, an dem Kaufleute prachtvolle Giebelhäuser errichteten. Der Alte Markt entwickelte sich schnell zum Zentrum für Kaufleute und Handwerker. Und nicht zu vergessen: 1252 erwarb Rostock die Rostocker Heide, die als Holzquelle für den Kirchen- und Schiffbau diente. Diese Verbindungen zur Seefahrt und dem Handel sind bis heute spürbar und prägen das Stadtbild nachhaltig.

Die Schaufensterausstellung ist also nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Anlass, die heutige Stadt und ihre Geschichte in einem neuen Licht zu sehen. Also, auf geht’s, einfach durch die Straßen schlendern und die Geschichten der Vergangenheit entdecken!