Am vergangenen Freitag, dem 12. Juni 2026, wurde der Grundstein für eine neue Raumschießanlage in Waldeck, südöstlich von Rostock, gelegt. Das Projekt, das mit einer Summe von 24,5 Millionen Euro veranschlagt ist, wurde vom Finanzministerium von Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Diese Investition ist nicht nur eine bloße Zahl auf dem Papier, sondern eine Antwort auf die dringenden Diskussionen über die unzureichenden Trainingsmöglichkeiten für unsere Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern. Innenminister Christian Pegel (SPD) und Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue (SPD) waren vor Ort und ließen es sich nicht nehmen, den ersten Stein zu setzen.

Die neue Anlage wird zwei Schießhallen umfassen: eine mit 25 Metern und eine mit 50 Metern Schussbahn. Durch die hochmoderne digitale Technik wird das Training für die Beamten auf ein ganz neues Level gehoben. Laserbeamer mit hochauflösender Zieldarstellung und ein kamerabasiertes System zur automatischen Treffererfassung ermöglichen ein realitätsnahes Training. Diese Einrichtung zielt darauf ab, den Polizisten optimale Bedingungen für ihre Ausbildung und Fortbildung zu bieten – ein echter Quantensprung im Vergleich zu früheren Anlagen, etwa der in Güstrow, die nur 6,3 Millionen Euro kostete. Der Unterschied? Die Anforderungen sind gewachsen, und die moderne Technik macht den Unterschied.

Ein Zentrum für moderne Polizeiarbeit

Die Fertigstellung der neuen Raumschießanlage ist für Ende 2027 geplant. Der Rohbau hat bereits im Dezember 2025 begonnen, die Vorarbeiten starteten bereits im März 2022. Damit wird eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die den Polizisten nicht nur Schießtraining, sondern auch Trainings- und Seminarräume sowie Sozialbereiche bietet. Insgesamt werden 75% der beauftragten Unternehmen für den Bau aus Mecklenburg-Vorpommern stammen. Es ist also nicht nur ein großer Schritt für die Polizei, sondern auch ein kleiner für die regionale Wirtschaft.

Die technische Ausstattung wird es den Beamten ermöglichen, dynamisches Mehrdistanzschießen und digital skaliertes Schießen bis zu 200 Metern zu üben. Ein bisschen wie im Kino – nur dass es hier um die Realität geht und nicht um Blockbuster. Innenminister Pegel hebt die Wichtigkeit des Schießtrainings hervor und betont, dass die Kapazitäten dringend erweitert werden müssen. Schließlich ist das Schießtraining ein zentraler Bestandteil der Ausbildung und Fortbildung unserer Polizisten. Das neue Zentrum wird mit modernster Technik ausgestattet sein, um vielfältige Einsatzszenarien praxisnah zu trainieren. Und das ist auch nötig, denn die Anforderungen an die Polizeiarbeit wachsen ständig.

Ein Blick über die Grenzen

Im Vergleich dazu entsteht in Hessen das größte und modernste Einsatztrainingszentrum der hessischen Polizei. Hier wird mit einer Investition von rund 48 Millionen Euro ein Zentrum errichtet, das allen Belangen der modernen Polizeiarbeit gerecht wird. Bis zu 3.500 Polizistinnen und Polizisten können dort jährlich unterschiedliche Einsatzszenarien trainieren. Das zeigt, wie wichtig solche Einrichtungen sind, um die Einsatzkräfte optimal vorzubereiten. Auch in diesem Fall werden moderne Trainingsmethoden und realistische Übungsszenarien implementiert.

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Die Zeitkapsel, die beim Setzen des Grundsteins in Waldeck eingemauert wurde, enthält nicht nur eine Urkunde und Münzen im Wert von 3,88 Euro, sondern auch die aktuelle Ausgabe des Nordkuriers – ein kleiner Blick in die Gegenwart für zukünftige Generationen. Die Polizei war sogar aktiv beim Einmauern der Kapsel dabei – ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit dem Projekt.

Insgesamt zeigt sich, dass die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern auf dem besten Weg ist, neue Maßstäbe in der Ausbildung und Fortbildung ihrer Einsatzkräfte zu setzen. Die neue Raumschießanlage in Waldeck wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, um den Polizisten die bestmöglichen Voraussetzungen für ihren täglichen Dienst zu bieten. Und das ist schließlich das, was zählt – Sicherheit und Professionalität in unseren Straßen.