Heute ist der 5.06.2026, und in Mecklenburg-Vorpommern ist einiges los. Die CDU hat sich in Linstow zu einem zweitägigen Parteitag versammelt, der ganz im Zeichen der bevorstehenden Landtagswahl am 20. September steht. Rund 170 Delegierte sind angereist, und der erste große Punkt auf der Agenda ist der Beschluss des Wahlprogramms. Über 120 Seiten stark und in zehn Abschnitte unterteilt – da geht es um alles von Wirtschaft über Bildung bis hin zu Sicherheit. Ein echtes Mammutprojekt, das am Abend in einer hitzigen Debatte verabschiedet werden soll!
Am Samstag wird dann ein ganz besonderer Gast erwartet: Friedrich Merz, der CDU-Parteichef und Bundeskanzler, wird eine Rede halten. Man kann sich schon vorstellen, wie die Delegierten auf seine Worte gespannt warten. Und als wäre das nicht genug, stehen auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Die Spannung steigt, vor allem für Daniel Peters, den CDU-Spitzenkandidaten und seit April 2024 Landesvorsitzenden sowie Vorsitzenden der Landtagsfraktion. Er hat eine herausfordernde Aufgabe vor sich, denn laut einer Umfrage von Infratest dimap ist die CDU aktuell nur bei 10 Prozent – das sind drei Punkte weniger als noch im Januar. Zum Vergleich: Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2021 kam die CDU auf 13,3 Prozent, das schlechteste Ergebnis in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns.
Ein Blick über die Landesgrenzen
Der Wind weht nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch in Berlin. Dort hat Kai Wegner, der erste regierende Bürgermeister der CDU seit fast 25 Jahren, die Zügel in der Hand. Seit April 2023 führt er eine Koalition aus CDU und SPD und hat bereits umfassende Reformen in der Verwaltung sowie in der Wirtschafts-, Bildungs- und Verkehrspolitik angestoßen. Wegner ist ein waschechter Berliner, geboren in Spandau, und er weiß, was es heißt, anzupacken. Seine politischen Leitlinien sind klar: zielorientierte Zusammenarbeit und pragmatische Lösungen. Doch er hat auch klare Meinungen – das Volksbegehren für ein autofreies Berlin lehnt er als unverantwortlich ab und warnt vor der Spaltung zwischen Innenstadt und Außenbezirken. Seine Erfahrungen hat er in der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Spandau gesammelt, bevor er ins Abgeordnetenhaus und später in den Bundestag wechselte. Wenn man so will, ein echter Aufsteiger!
Wer also die politischen Strömungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verfolgt, merkt schnell, dass sich einiges tun könnte. Die aktuelle Koalition aus SPD und Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern steht unter Druck. Ein roter Rahmen um die Koalition zeigt, dass sie keine Mehrheit mehr hätte. Das könnte die Karten auf dem politischen Spielfeld neu mischen, insbesondere wenn es um mögliche Regierungskoalitionen geht. Wer weiß, vielleicht sehen wir bald neue Konstellationen, die die Politik in diesem Landstrich beeinflussen werden. Es bleibt spannend, und die kommenden Tage werden sicherlich einige Überraschungen bereithalten!